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Turnhalle Großweitzschen mit DDR-Charme

Die Nebenräume der Turnhalle haben noch den Schick der 1970-er Jahre. Sie müssen dringend saniert werden. Nun könnte es endlich klappen.

Von Sylvia Jentzsch
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Von außen wurde die Turnhalle in Großweitzschen 2017 saniert. Nun soll es innen weitergehen.
Von außen wurde die Turnhalle in Großweitzschen 2017 saniert. Nun soll es innen weitergehen. © Dietmar Thomas

Großweitzschen. Von Außen sieht die Großweitzschener Turnhalle schon recht passabel aus. Sie und das Hortgebäude wurden bereits im Jahr 2017 energetisch saniert, ein Vorwanddämmsystem angebracht.

Nun soll jedoch etwas am Fußboden der Halle, den Sanitär- und Umkleideräumen, dem Lehrer- und Hausmeisterzimmer passieren. Auch die brandschutztechnische Ertüchtigung ist geplant.

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Einen entsprechenden Förderantrag stellte die Gemeinde bereits im November letzten Jahres beim Bund, doch er wurde abgelehnt. Ein neuer Antrag auf finanzielle Unterstützung des Vorhabens wurde über das EU-Förderprogramm „Leader“ gestellt.

Grünes Licht für finanzielle Unterstützung

„Die Gesamtkosten für diese umfangreichen Sanierungsmaßnahmen belaufen sich auf etwa 266.500 Euro. 75 Prozent werden durch das Programm gefördert und die Summe von 200.000 Euro darf nicht überschritten werden“, erklärte der Bürgermeister Jörg Burkert (parteilos).

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„Das würde in unserem Fall genau klappen.“ Der Eigenanteil der Gemeinde Großweitzschen würde bei knapp 66.000 Euro liegen, der beantragte Zuschuss bei etwa 199.900 Euro.

Das Entscheidungsgremium des Leadergebietes Sachsenkreuz* hat nun für die Förderung grünes Licht gegeben. Das bedeutet aber, dass die Gemeinde einen Antrag auf Bewilligung der Mittel beim Landratsamt Mittelsachsen stellen muss.

Auftrag an Architekturbüro vergeben

Dafür benötigt sie eine Planung. Drei Planungsbüros wurden angeschrieben und um ein Angebot gebeten. Das wirtschaftlichste unterbreitete das Architekturbüro Zache aus Großweitzschen mit 30.500 Euro. Die Räte stimmten der Vergabe des Auftrages an dieses Büro zu.

„Der bauliche Zustand der Nebenräume entspricht den Standard zur Erbauung aus dem Jahr 1972“, so der Bürgermeister. „Durch die Begehung mit der Unfallkasse und dem Brandschutzverantwortlichen des Landkreises wurden uns gravierende Mängel aufgezeigt.“

Als Träger der Grundschule ist die Gemeinde verpflichtet, diese Mängel zu beheben und für eine zeitgemäße und sichere Durchführung des Unterrichtes zu sorgen.

„Die Turnhalle und deren Nebenräume werden durch die Schule und unsere Vereine sowie für größere Veranstaltungen der Gemeinde genutzt. Dazu gehören die Ratssitzung, Bürgerversammlungen, die Rentnerweihnachtsfeier oder die Veranstaltungen des CCM“, so Jörg Burkert.