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Nach 60 Jahren: Noch einmal das Jawort geben

Monika und Hermann Feldmann feiern ihre Diamantene Hochzeit. Zur Feier des Tages sind sie sich noch einmal im Rathaus Döbeln begegnet.

Monika und Hermann Feldmann aus Döbeln (rechts) feiern nachträglich ihren
60. Hochzeitstag. Zur Feier des Tages ging es noch einmal ins Standesamt.
Monika und Hermann Feldmann aus Döbeln (rechts) feiern nachträglich ihren 60. Hochzeitstag. Zur Feier des Tages ging es noch einmal ins Standesamt. © Lars Halbauer

Von Lars Halbauer

Döbeln. „Wir waren am 16. März 1961 genau in diesem Zimmer. Hier haben wir geheiratet!“, erinnert sich Monika Feldmann. Coronabedingt etwas verspätet haben sie und ihr Mann Hermann Feldmann am Sonnabend ihre Diamantene Hochzeit gefeiert.

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Als Besonderheit sind sie dafür noch einmal auf das Döbelner Standesamt gefahren und haben die Hochzeits-Zeremonie aufgefrischt. Der Schmiedemeister erzählt: „Man merkt erst einmal, wie die Zeit vergeht. Heute habe ich das erste Mal seit meiner Hochzeit wieder eine Fliege umgebunden. Früher ging das leichter, da waren die nur gesteckt. Heute muss man die ja wirklich binden“, schmunzelt der gebürtige Otzdorfer.

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Die beiden Jubilare haben auch ihr Hochzeitsfoto, natürlich in schwarz-weiß, von der Trauung 1961 mit dabei. Der Bräutigam trug damals einen eleganten Anzug und die Braut in einem hübschen weißen Kleid. Schon damals wusste man, sich schick anzuziehen.

Diamante Hochzeit heißt 60 Jahre lang verheiratet zu sein. Mit 50 Jahren erreicht man die Goldene Hochzeit und mit 65 Jahren ganz und gar die Eiserne Hochzeit. Standesbeamtin Irina Schädlich erzählt: „Heute kommen viele Paare gar nicht mehr bis zur Goldenen oder gar Diamantenen Hochzeit, die wenigsten heiraten heute noch mit 18 oder 19. Oftmals haben viele Paare auch nicht mehr die Konstanz, wie es früher einmal war.“

Es ist also eine absolute Seltenheit, dass sich Paare wie Monika und Hermann Feldmann im Standesamt noch einmal begegnen. Dabei waren auch die drei gemeinsamen Kinder samt Angehörigen.

Große Familie rund um das Ehepaar Feldmann aus Döbeln

Nach der Zeremonie kommt das Jubelpaar ins Erzählen: „In unserem damaligen Haus wurde gerne Skat gespielt, da sollte nach dem Spielen natürlich niemand mehr fahren. Also haben wir bei uns im Haus alle irgendwie verfügbaren Schlafplätze bezogen und hatten dann mit einem Mal zwölf Schlafgäste. Auch Weihnachten war bei uns immer ein herrliches Fest, da war so viel los!“

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Mittlerweile gibt es zu den drei eigenen Kindern nämlich bereits sechs Enkel und weitere sieben Urenkel. Monika Feldmann lacht: „Da muss man sich konzentrieren, um alle Namen zusammen zu bekommen. Aber das krieg ich hin!“

Nach einer guten Stunde entlässt die Standesbeamtin Irina Schädlich das Jubelpaar. Mit einer kleinen Familienfeier am Wochenende und einem großen Fest im Oktober soll dann auch der 80. Geburtstag von Hermann Feldmann aus dem letzten Jahr nachgeholt werden.

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