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Döbeln: Kugelblitzattacke im Lok-Stadion

Beim Fairplay-Turnier des Treibhaus-Vereins gewinnt eine Hochschwangere. Letztes Jahr musste der Wettkampf Corona-bedingt ausfallen.

Auf dem Sandplatz am Lok-Stadion kämpften am Samstag beim Fairplay-Volleyballturnier fünf Teams um die Plätze.
Auf dem Sandplatz am Lok-Stadion kämpften am Samstag beim Fairplay-Volleyballturnier fünf Teams um die Plätze. © Lutz Weidler

Von Rasmus Wittrin

Döbeln. „Ein bisschen Bewegung muss ja sein“, sagt Jennifer Langner wie selbstverständlich, bevor sie mit ihrem Team „Kugelblitzattacke“ – passend zu ihrem Babybauch – auf dem Volleyballfeld Position einnimmt.

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Langner ist am Anfang ihres achten Schwangerschaftsmonates, hat trotzdem noch Kraft für ein Volleyballspiel. Nur aufs Springen und Hinschmeißen verzichtet sie, sagt die Döbelnerin. Gut, dass die werdende Mutter auf dem Fairplay-Turnier des Treibhaus-Vereins spielt, wo ein rücksichtsvoller Umgang miteinander an erster Stelle steht. Das erklärt Organisator Stephan Conrad.

Am Samstag treten bei dem Turnier fünf Teams zwischen drei und sechs Spielern gegeneinander an. Der von ihnen genutzte Sandplatz liegt neben dem Lok-Stadion in Großbauchlitz.

Rentner Konrad fühlt sich wie an der Ostsee

Mit dabei ist auch Rentner Konrad aus Niederstriegis. Er ist der älteste Turnier-Teilnehmer und hat eigentlich nicht viel mit dem Treibhaus-Verein zu tun. Bei den Fairplay-Turnieren, die seit 2014 nach einer längeren Pause wieder regelmäßig stattfinden, war er trotzdem schon mehrfach dabei.

Über die Zeitung habe er von der Veranstaltung erfahren, sagt er. „Das Tollste ist, sich in den Sand zu werfen“, sagt Konrad, als er schwitzend von seinem ersten Spiel zurückkommt. Das erinnere ihn immer an die Ostsee, an deren Strand er als junger Familienvater Beachvolleyball gespielt habe.

Wegen Corona: Erst die dritte Outdoor-Veranstaltung

Letztes Jahr musste das Turnier wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Dazu kam es dieses Jahr nicht, allerdings musste wegen Planungsschwierigkeiten auf das Fußball-Spiel verzichtet werden und der zweite Wettkampftag am Sonntag wurde wegen zu weniger Anmeldungen abgesagt. Dort sollte Streetball gespielt werden, sagt Turnierleiter Conrad.

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Trotzdem ist er froh, dass der Wettkampf überhaupt stattfindet. Er ist die dritte größere Outdoor-Veranstaltung des Treibhaus-Vereins in diesem Jahr. Im Café des Vereins selbst dürfen sich, so Conrad, noch immer nur 15 Personen auf einmal aufhalten. Und viele Veranstaltungen, wie Vorträge und Quiz-Abende, hätten während der Lockdowns ins Digitale verlegt werden müssen.

Das habe aber nicht nur schlechte Seiten gehabt, erzählt Conrad: „Bei den Online-Veranstaltungen konnten Leute dabei sein, die normal nicht gekommen wären“. Dadurch sei die Überlegung aufgekommen, Veranstaltungen grundsätzlich hybrid anzubieten – also sowohl digital als auch vor Ort in Präsenz.

Mit verstecktem Mitspieler gewonnen

Ob es dazu wirklich kommt, ist aber noch offen. Einiges spricht auch dagegen, sagt Conrad: So könne der direkte Kontakt zu den Menschen durch Videokonferenzen nicht ersetzt werden. Und auch so praktische Gründe wie ein geringerer Getränke-Verkauf im Café spielen eine Rolle.

Das unter freiem Himmel abgehaltene samstägige Fairplay-Turnier hat Jennifer Langner mit ihrem Team Kugelblitzattacke gewonnen. Vielleicht hat ja der versteckte Mitspieler – beziehungsweise Mitspielerin – den Ausschlag gegeben.

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