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Radeberger sollen Döbelner Gymnasium bekochen

Die Schulkonferenz war unzufrieden mit dem Essenanbieter. Deshalb soll ein Wandel kommen: Eine Firma aus Radeberg kocht sogar frisch vor Ort.

or einigen Jahren hatte Sodexo in Absprache mit der Schule schon Buffetessen angeboten, bei dem die Schüler die freie Auswahl unter den Beilagen hatte. Trotzdem war die Zahl der mitessenden Schüler immer weiter zurückgegangen. Jetzt hofft die Schulkonf
or einigen Jahren hatte Sodexo in Absprache mit der Schule schon Buffetessen angeboten, bei dem die Schüler die freie Auswahl unter den Beilagen hatte. Trotzdem war die Zahl der mitessenden Schüler immer weiter zurückgegangen. Jetzt hofft die Schulkonf © Dietmar Thomas

Döbeln. Nach vielen Jahren trennt sich das Lessing-Gymnasium von seinem Essenanbieter. Ab dem neuen Schuljahr soll die Radeberger Firma DLS das Essen für die rund 800 Schüler und Lehrer liefern.

Die Schulkonferenz hatte jetzt diese Entscheidung getroffen, nachdem die Stadt von mehreren Großküchen Angebote eingeholt hatte.

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Ein Argument habe die Schulkonferenz besonders überzeugt, sagte Schulleiter Michael Höhme: Der neue Anbieter will frisch vor Ort kochen. Nicht alles, aber zumindest das, was empfindlich ist und schnell unappetitlich wird. Beilagen wie Gemüse und Kartoffeln, auch Nudeln. Außerdem garantiere der neue Anbieter einen Bio-Anteil von 25 Prozent, sagte Höhme. „Viele Produkte, die verarbeitet werden, kommen aus der Region.“

Der neue Anbieter habe auch ein elektronisches Anmelde- und Abrechnungssystem, die Ausgabe funktioniere über Transponder.

Mehrkosten für Döbelner: 4,28 Euro pro Portion

Die beiden anderen beteiligten Großküchen hatten Essen nach dem Cook & Chill-Verfahren angeboten, bei denen vorbereitete Portionen vor der Ausgabe erhitzt werden, sagte Höhme.

Mit dem Mittagessen allein ist es nicht getan. An einer neudeutsch „Food Point“ genannten Ausgabestelle soll es auch kleiner Snacks, Wraps, belegte Baguettes, Kaffee, Cappuccino und andere Getränke geben. „Damit wird wieder mehr Leben in die Mensa einziehen“, sagte Höhme.

Der neue Anbieter will sowohl in der Hauptstelle des Gymnasiums als auch in der Nebenstelle die Möglichkeiten schaffen, um sein Konzept umzusetzen. Dabei werde auf moderne Küchengeräte gesetzt. Im Haupthaus stehe dafür eine ziemlich geräumige Küche, in der Nebenstelle ein Raum an der Essenausgabe zur Verfügung.

Der größere Aufwand hat seinen Preis: Die Kosten für die Eltern steigen auf 4,28 Euro pro Portion, sagte Höhme. Bisher hätten sie knapp unter vier Euro gelegen. „Das ist eine moderate Steigerung und zu akzeptieren, wenn die Speisen frisch zubereitet werden“, sagte er. „Es gab einen Auftrag aus der Elternschaft, die dafür auch etwas mehr bezahlen wollte.“

Gute Erfahrungen mit Essensanbieter in Radeberg

Mit dem langjährigen Anbieter Sodexo waren Schüler und Eltern nicht mehr zufrieden. Es war zwar schon eine Verbesserung angestrebt worden, als vor einigen Jahren Buffetessen angeboten wurde. Vor allem die älteren Schüler am Hauptstandort wichen lieber auf Döner und anderes Essen aus.

Gerade einmal 70 von etwa 550 hatten zuletzt das Angebot von Sodexo genutzt. Von den jüngeren Schülern am Körnerplatz aßen etwa 180 bis 200 mit. Mit dem neuen Essenanbieter hofft die Schulkonferenz wieder auf eine deutlich bessere Nachfrage bei Schülern und Lehrern.

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In Hartha am Martin-Luther-Gymnasium hatte das geklappt. Als Heike Geißler die Stelle als Schulleiterin antrat, sei der Wechsel beim Essenanbieter eine ihrer ersten Aufgaben gewesen, erzählte sie. Seit etwa eineinhalb Jahren wird die Schule ebenfalls von DLS aus Radeberg versorgt – wenn in der Pandemie denn mal Schule ist.

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Der Vertrag mit Sodexo soll gekündigt und ein neuer Anbieter gesucht werden. Für bessere Qualität wird auch ein höherer Preis akzeptiert.

„Wir sind sehr zufrieden. Viele haben wieder mitgegessen. Der Anteil der Essenteilnehmer ist in kürzester Zeit von 80 auf etwa 200 gestiegen. Es gibt viele positive Rückmeldungen von Schülern und Eltern“, sagte Heike Geißler. Die Beilagen würde auch für die unterschiedlichen Pausen frisch zubereitet. „Es riecht auch sehr angenehm im Haus, wenn sie kochen.“

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