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Rund um die Uhr ins Fitness-Studio

Eine Döbelner Muckibude öffnet jetzt 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche. Aber wie funktioniert das?

Johannes Jentzsch, Studioleiter der Fitness Arena in Döbeln, hat mehr als tausend Kunden gelistet. Einige von ihnen trainieren jetzt auch nachts.
Johannes Jentzsch, Studioleiter der Fitness Arena in Döbeln, hat mehr als tausend Kunden gelistet. Einige von ihnen trainieren jetzt auch nachts. © Dietmar Thomas

Döbeln. Die meisten Geschäfte in der Region Döbeln schließen um 18 Uhr. In einigen Supermärkten ist der Einkauf bis 22 Uhr möglich. Rund um die Uhr, wie in Amerika, sind hier nur wenige Tankstellen geöffnet. Zumindest bisher.

Auch die Fitness Arena in Döbeln bietet ihren Kunden jetzt sieben Tage in der Woche jeweils 24 Stunden lang Trainingsmöglichkeiten an. Und das an 365 Tagen im Jahr, also auch während der Weihnachtsfeiertage und zu Silvester.

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„Die Nachfrage war da“, sagt Studioleiter Johannes Jentzsch. Vor allem Schichtarbeiter, aber auch Senioren hätten sich gewünscht, flexibler entscheiden zu können, wann sie das Fitness-Studio aufsuchen. Auch viele andere seien den ganzen Tag unterwegs und hätten nun mehr Möglichkeiten, sich fit zu halten.

Von montags bis freitags ist die Fitness Arena von 8 bis 21 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Das heißt, in dieser Zeit sind die Mitarbeiter vor Ort, die die Kunden betreuen. Derzeit hat das Fitness-Studio drei Festangestellte, einen Auszubildenden und zwei Pauschalkräfte.

Diese trainieren oft selbst noch nach der regulären Öffnungszeit – im Durchschnitt bis etwa 23 Uhr. Danach sind diejenigen, die von der Spät- oder Nachtschicht kommen oder morgens sehr zeitig munter sind, auf sich allein gestellt.

Eintritt nur mit Transponder

Jeder, der sich in der Fitness Arena anmeldet, bekommt einen Transponder. Mit dem erhält er auch während der Nachtschaltung über den elektronischen Türöffner Zugang. „Gleichzeitig wird er registriert und nach zweieinhalb Stunden automatisch wieder ausgeloggt“, erklärt Johannes Jentzsch. Trotzdem könne jeder so lange trainieren, wie er möchte.

Anmelden müsse sich niemand, der nachts trainieren will. Zur Sicherheit rate der Studioleiter aber allen, nicht allein in die Fitness Arena zu kommen. Außerdem sei ein Wachschutz beauftragt, der öfter nach dem Rechten schaut – in der Regel jede Stunde.

Zudem seien nachts Schilder aufgestellt, auf denen auch die Nummer des Wachschutzes steht, falls in den Stunden ohne Trainerbegleitung ein Problem auftritt. Bisher habe es aber keine Vorkommnisse gegeben.

Einschränkungen bei der Nutzung der rund 60 verschiedenen Geräte gibt es in den Nachtstunden nicht. Aber auch in dieser Zeit sollten sich alle an die Hausordnung halten. Das Fitness-Studio ist kameraüberwacht.

Die Mitarbeiter bringen den Kunden ein gewisses Vertrauen entgegen. Sollten die Kameras jedoch zeigen, dass sich die Trainierenden nicht korrekt verhalten, werde mit ihnen gesprochen. „Und das funktioniert“, meint Jentzsch.

Testunwillige bleiben weg

Wer in der Fitness Arena trainieren möchte, muss derzeit die 3G-Regel beachten. Dabei sei auch eine gewisse Eigenverantwortung der Kunden gefragt. Wer nicht geimpft oder genesen ist, müsse einen Schnelltest aus einem Testcenter vorweisen. Ein Selbsttest werde nicht akzeptiert.

Es sei aber spürbar, dass sich manche Personen nicht testen lassen wollen und deshalb auch das Fitness-Studio nicht mehr aufsuchen. Die Mitgliederzahl liege derzeit im vierstelligen Bereich. Dabei reiche die Altersspanne von zwölf bis 75 Jahre.

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Das Training rund um die Uhr ist in der Fitness Arena seit dem 1. September möglich. Seither würden täglich etwa 20 bis 30 Personen die Nachtstunden nutzen, um zu trainieren. Überwiegend seien das Schichtarbeiter. Am Wochenende kämen viele ältere Leute bereits vor 8 Uhr.

„Es gibt auch einzelne, sehr Ambitionierte, die morgens vor der Arbeit an den Kardio-Geräten trainieren und abends nach der Arbeit Kraftsport machen“, erzählt der Studioleiter. Diese Art Training erfolge oft auch im Zusammenhang mit einer Diät.

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