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Töpelwinkel schon wieder zu

Im Frühjahr hatte die Schließung den Verein in eine schwierige Situation gebracht. Aber jetzt geht es besser. Das hat verschiedene Gründe.

Das Natur- und Freizeitzentrum Töpelwinkel mit seinem Kletterbogen ist wieder verwaist. Wegen Corona dürfen weder Menschen beherbergt noch beköstigt werden. Die Mitarbeiter müssen dieses Mal aber nicht in Kurzarbeit.
Das Natur- und Freizeitzentrum Töpelwinkel mit seinem Kletterbogen ist wieder verwaist. Wegen Corona dürfen weder Menschen beherbergt noch beköstigt werden. Die Mitarbeiter müssen dieses Mal aber nicht in Kurzarbeit. © Dietmar Thomas

Döbeln. Nicht nur das Gastgewerbe ist in dieser Corona-Krise gebeutelt. Auch Jugendherbergen und den Schullandheimen wie dem Natur- und Freizeitzentrum Töpelwinkel ist die Lebensgrundlage entzogen. 

Erst Ende Juni konnte das Team um Carin Lau wieder die Arbeit aufnehmen. Wichtige Monate fehlten. Jetzt ist schon wieder Schluss. Seit Montag ist der Töpelwinkel geschlossen. Und das gilt nicht nur für Übernachtungen. „Unsere Senioren sind alle traurig. Wir hatten jetzt dreimal in der Woche Forellenessen im Plan. Wir hatten das auch gut organisiert. Immer nur eine Gruppe und so, dass sich die Leute nicht begegnen. Jetzt mussten wir allen absagen“, sagte Carin Lau. Übernachtungen hätte es derzeit zwar kaum gegeben, aber auch private Feiern. Um die 15 Absagen für solche Feiern und Forellenessen gebe es im November.

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Naturwächter müssen zu Hause bleiben

Was Carin Lau ebenfalls schmerzt: Auch die freiwilligen Bildungsprojekte bleiben auf der Strecke. Die Jungen Naturwächter, die seit Jahren im Töpelwinkel ausgebildet werden, müssen zu Hause bleiben. „Wir wollten eigentlich im November wieder damit starten“, sagte Carin Lau.

Der Shutdown im Frühjahr hatte den Verein in eine bedrohliche Situation gemacht. Eine Reihe anderer Schullandheime hatten das nicht überlebt. Die erneute Schließung sieht Carin Lau mittlerweile aber gelassener. Das Natur- und Freizeitzentrum hatte eine finanzielle Unterstützung von der Sächsischen Aufbaubank erhalten,. „Das hat uns gerettet“, sagte Carin Lau. 

Guter Sommer und Herbst

Zudem waren der Sommer und Herbst gut gelaufen. Der Töpelwinkel hatte mit Übernachtungen gut zu tun, wenn auch mit eingeschränkter Kapazität. Die Schulen hatten über Monate mit ihren Klassen nichts unternehmen können. „Alle haben nur darauf gewartet. dass es wieder losgeht“, sagte Carin Lau. „Auch im Oktober haben wir noch mal richtig gepowert. Wir wollen nicht, dass das hier einschläft.“

Der Zufall war dem Betreiberverein dabei auch zu Hilfe gekommen. Nach der Ferienfreizeit in der ersten Herbstferienwoche war der Töpelwinkel auch in der zweiten Ferienwoche ausgelastet. Eine Gruppe aus Dresden hatte sich kurz entschlossen einquartiert. „Die durfte nicht nach Sachsen-Anhalt. Wenn es bei uns nicht geklappt hätte, hätten sie ihr Projekt nicht durchführen können. Die waren happy. Im Februar wollen wir wieder etwas zusammen machen“, sagte Carin Lau.

Keine Kurzarbeit

Der Verein hatte sich wieder etwas konsolidieren können. Auch wichtige Wartungsarbeiten, zum Teil sicherheitsrelevante, an den technischen Anlagen konnten finanziert werden, sagte Carin Lau. Die Mitarbeiter werden auch nicht in Kurzarbeit gehen. „Das ist kein Thema“, sagte Carin Lau. Arbeit gebe es eine Menge. „Ich habe mit Abrechnungen zu tun und das Team macht eine Grundreinigung.“

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