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VfB Leisnig ist trotz Corona auf Erfolgskurs

Der Fußballverein entwickelt sich entgegen dem Trend. Auch damit begründet der Präsident nötige Investitionen.

Über die Aktion „Scheine für Vereine“ haben die Fußballer des VfB Leisnig eine Menge Gutscheine generiert, für die sie Bälle und andere Spielgeräte bestellen konnten. An dem Erfolg waren auch die jungen Sportler beteiligt.
Über die Aktion „Scheine für Vereine“ haben die Fußballer des VfB Leisnig eine Menge Gutscheine generiert, für die sie Bälle und andere Spielgeräte bestellen konnten. An dem Erfolg waren auch die jungen Sportler beteiligt. © Dietmar Thomas

Leisnig. Wenige Tage nach der Bundestagswahl haben die Mitglieder des VfB Leisnig noch einmal gewählt: ihren Vorstand. Sie konnten darüber entscheiden, ob es so, wie es gerade läuft, weitergehen soll, oder ob ein Kurswechsel gewünscht ist.

Letzteres wollen die Fußballer und Tennisspieler, die den VfB ausmachen, augenscheinlich nicht. Sie bestätigten die vorgeschlagenen Vorstände ausnahmslos.

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Schon 48 neue Mitglieder in diesem Jahr

Zuvor blickte Präsident Jörg Lippert auf das vergangene Corona-Jahr zurück. In diesem verbuchte der Sportverein trotz der über Monate dauernden Einschränkungen ein Mitgliederplus von 24.

„Und in diesem Jahr haben wir bis jetzt schon 48 neue Mitglieder aufgenommen“, so Lippert, der beinahe selbst kaum glauben kann, „was da gerade abgeht“. Denn diese Mitgliederentwicklung habe zur Folge, dass der Sportverein mit seinen Trainings- und Wettkampfbedingungen an seine Grenzen stößt.

Nicht zuletzt deshalb ist der Präsident des Fußballvereins im Sommer im übertragenen Sinne aus dem Häuschen gewesen, als die Nachricht eintraf, dass der Bund im Programm Sanierung maroder Sport- und Freizeitanlagen mehr als zwei Millionen Euro in Leisnig investieren möchte.

„Das ist eine Chance für unseren Verein, sich weiterhin nach vorn zu entwickeln. Aber natürlich ist es eine genauso große Chance für alle anderen Vereine, die in die Neuplanung des Umfeldes einbezogen werden, oder für Schüler, die den geplanten Kunstrasenplatz ebenso nutzen können wie nachmittags die Fußballspieler.“

Millionenprojekt als Chance für alle sehen

Lippert hofft, dass das Förderprogramm umgesetzt werden kann. Denn erst gegen Jahresende ist der endgültige Bescheid angekündigt. Dann läge bei der Kommune schwarz auf weiß vor, dass die 90-prozentige Unterstützung fließt.

Im Moment sieht es für den Präsidenten des Fußballvereins so aus, dass die Diskussion um das Sport- und Kulturzentrum, was am Rande der Stadt ausgebaut werden soll, „ein wenig in Schieflage“ geraten ist, so will er es einmal bezeichnen.

Lippert hält es für durchaus gerechtfertigt, dass für den VfB mehrere Dinge wie der Kunstrasenplatz oder ein neues, kombiniertes Tribünen- und Vereinsgebäude entstehen sollen. „Immerhin stellen wir mit mehr als 350 Mitgliedern einen der größten Vereine der Stadt“, so der Präsident.

Allein 150 Mitglieder seien es im Kinder- und Jugendbereich zwischen vier und 18 Jahren. Das habe nahezu zu einer Verdoppelung der Nachwuchsmannschaften geführt.

Die Bambini müssen auf den Rasen

Dafür tut der Verein aber auch einiges. Im Moment 15 Mädchen und Jungen bringt Jugendtrainer Olaf Kloss dienstags die Grundzüge des Kickens bei. Die Vier- bis Sechsjährigen dürfen ein Jahr lang testen, ob der Fußball wirklich etwas für sie ist. Erst dann erhalten die Eltern einen Mitgliedsantrag.

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„Dafür ist es natürlich wichtig, dass das Training auch stattfinden kann und nicht wegen Corona pausieren muss“, sagt der Präsident. Für die jüngsten Kicker hält er das Training auf dem Fußballfeld für ausgesprochen wichtig – damit sie im wahrsten Wortsinn am Ball bleiben und nicht die Lust am Fußballspiel und der Bewegung verlieren.

„Bei den Älteren oder Erwachsenen haben wir versucht, uns mit Lauf- und anderen Challenges über die Pandemiezeit zu retten. Bei den Bambini funktioniert das nicht“, so Jörg Lippert.

Fußballjugend sammelt schon selbst Spenden

Doch nicht nur die steigenden Mitgliederzahlen sprechen dafür, dass der Sportverein auch in der Corona-Krise einiges richtig macht. Schatzmeister René Vettermann konnte von steigenden Einnahmen berichten. „Unsere Sponsoren halten nicht nur zur Stange, sie unterstützen uns in dieser schwierigen Situation sogar noch stärker als bisher“, bilanziert der Präsident.

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Aber auch da wartet der Verein nicht, bis Geldgeber auf den VfB zukommen. An der Rewe-Aktion „Scheine für Vereine“ haben sich vor allem die Nachwuchskicker zum wiederholten Male beteiligt. Sie sind während des Aktionszeitraumes in den Leisniger Markt gegangen und haben die Kunden direkt angesprochen.

Das Ergebnis konnte sich wieder sehen lassen. Außer Eigenwerbung für den Fußball haben die Jungs eine Menge Gutscheine generiert. Davon konnte der Verein so viele Spiel- und Sportgeräte bestellen, dass er einen Teil davon wieder abgegeben hat – dieses Mal an Leisnigs Grundschüler.

Der neue Vorstand des VfB Leisnig

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  • Präsident bleibt Jörg Lippert.
  • Sein Stellvertreter ist weiterhin Tomas Schulze.
  • Als Schatzmeister hat erneut René Vettermann das Vertrauen der Mitglieder bekommen.
  • Den Vorstand komplettieren Frank Lohse, Lothar Köpping, Robert Kühn, Olaf Kloss sowie Enrico Tappert-Freitag.

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