SZ + Döbeln
Merken

Was unterm neuen Aldi-Markt in Leisnig abgeht

Einzug ist in Leisnig in den nächsten Wochen nicht nur im Aldi-Markt. Auch die Räume unterm Verkaufsraum werden genutzt. Davon profitieren auch Vereine.

 2 Min.
Teilen
Folgen
Hier werden bald Weihnachtsmarktbuden, Rasentraktor und andere Technik des Leisniger Bauhofes lagern: im Keller des Aldi-Marktes. Der wird gerade fertiggestellt. Noch im Dezember soll Eröffnung sein.
Hier werden bald Weihnachtsmarktbuden, Rasentraktor und andere Technik des Leisniger Bauhofes lagern: im Keller des Aldi-Marktes. Der wird gerade fertiggestellt. Noch im Dezember soll Eröffnung sein. © ALDI

Leisnig. Kämmerin Andrea Schlehahn kann in den kommenden Jahren eine Ausgabe regelmäßig planen: die Miete für den Keller unter dem neuen Aldi-Markt an der Leisniger Umgehungsstraße. Dafür gibt die Kommune in Zukunft jeden Monat knapp 2.800 Euro Mietzins und Nebenkosten aus – für eine rund 2.500 Quadratmeter große Fläche.

Dort soll möglichst viel eingelagert und abgestellt werden, was die Mitarbeiter des Bauhofes jetzt noch an verschiedenen Standorten deponiert haben. Anfang nächsten Jahren gehört der Weihnachtsschmuck der Stadt dazu und nach dem Winter die Winterdiensttechnik.

Zunächst sind es die Mähaufsätze für die Fahrzeugtechnik des Bauhofes, aber auch die Buden, aus denen zum Weihnachtsmarkt, zum Altstadt- und bei anderen Festen verkauft wird.

Böse Überraschung beim Weinfest

Dass diese Verkaufsstände künftig geschützt stehen, wird nicht nur die Mitglieder des Gewerbevereins freuen. Sie hatten beim Weinfest nämlich eine Bude erwischt, die in großem Umfang mit Vogeldreck „verziert“ war. Deshalb schämen sie sich für Umstände, die sie gar nicht zu verantworten haben.


Dieses Ärgernis soll es Bauamtsleiter Thomas Schröder zufolge nicht mehr geben. „Die Buden stehen dann trocken und vor Verunreinigungen sicher im Aldi-Keller“, sagte Schröder zu, als er mit den Weinfestveranstaltern zu einer Auswertung am Tisch saß.

Lagerneubau wäre die teure Alternative

Insgesamt gehe es bei dieser Lagermöglichkeit auch darum, Werte zu erhalten. Derzeit gibt es für Buden, aber auch für Fahrzeugtechnik teilweise nur Unterstellmöglichkeiten im Freien. Das sei nicht immer günstig.

Als weiteren Vorteil dieser Einmietung bezeichnete er die Zentralisierung von Fuhrpark und Lager. Dadurch könnten im Gemeindegebiet verstreute Standorte und teilweise gemietete Objekte aufgegeben werden. Eine Kostenersparnis ergibt sich für die Kommune dadurch aber nicht, gab Schröder zu, zumindest was die laufenden Ausgaben wie Miete und Betriebskosten betrifft.

Folgen Sie Sächsische.de bei Google News und verpassen Sie keine Nachrichten aus der Region Döbeln, Sachsen und der Welt.

Kalkuliert worden sei vor beziehungsweise während der Verhandlungen mit Aldi, selbst eine Leichtbauhalle für die genannten Lagerzwecke zu bauen. Die hätte eine viertel Million Euro gekostet und wäre im Gegensatz zum Aldi-Keller nicht einmal frostgeschützt. Mit einer Enthaltung haben die Räte der Unterzeichnung des Mietvertrages zugestimmt.