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Wechsel im Obstland-Vorstand

Jan Kalbitz ist als Vorstand der Obstland Dürrweitzschen AG abberufen worden. Seine Nachfolge tritt Erik Buitenhuis an.

Seit 2004 hat Jan Kalbitz Verantwortung in verschiedenen Tochterunternehmen der Obstland Dürrweitzschen AG sowie seit 2017 auch im Vorstand des Konzerns getragen. Jetzt wurde er aus dem Vorstand abberufen.
Seit 2004 hat Jan Kalbitz Verantwortung in verschiedenen Tochterunternehmen der Obstland Dürrweitzschen AG sowie seit 2017 auch im Vorstand des Konzerns getragen. Jetzt wurde er aus dem Vorstand abberufen. © André Braun/Archiv/Döbelner Anzeiger

Dürrweitzschen. Die Obstland Dürrweitzschen AG hat am Montag auf Anfrage bestätigt, dass der bisherige Vorstand Jan Kalbitz nicht mehr in dieser Funktion für das Unternehmen tätig ist.

"Ja es ist richtig, dass Herr Jan Kalbitz per 1. Juli 2021 als Vorstand der Obstland Dürrweitzschen AG abberufen wurde", teilt Obstland-Sprecherin Sandy Ronniger mit. "Diese Entscheidung wurde einvernehmlich getroffen.

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Herr Kalbitz gibt dafür private Gründe an", heißt es dazu in der Stellungnahme von Obstland weiter.

Wirtschaftlicher Erfolg ist nicht nur von Wetter abhängig

Die Nachfolge von Jan Kalbitz im Vorstand tritt Erik Buitenhuis an. Dieser ist seit 2020 im Unternehmen und bisher als Geschäftsführer Obstbau tätig. Im April 2020 wurde der damals 47 Jahre alte Niederländer außerdem zum alleinigen Geschäftsführer von vier der insgesamt fünf Erzeugerbetriebe der Obstland AG bestellt.

Das heißt, Buitenhuis obliegt die Leitung der Ablaßer sowie der Leisniger Obstgarten GmbH, der Klosterobst GmbH Sornzig sowie der Bio-Obst GmbH Baderitz. Bis dahin gab es für alle Tochterunternehmen eigene Geschäftsführer. Thomas Seidel war in Leisnig.

Der Niederländer Erik Buitenhuis folgt Jan Kalbitz als Vorstandsmitglied der Obstland Dürrweitzschen AG.
Der Niederländer Erik Buitenhuis folgt Jan Kalbitz als Vorstandsmitglied der Obstland Dürrweitzschen AG. © Obstland AG

Buitenhuis hat einen Hochschulabschluss im Gartenbau, verfügt über vielfältige berufliche Erfahrungen. Seine Visionen für das Obstland sind nach wie vor bodenständig.

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Wie wirtschaftlich erfolgreich die Erzeugerbetriebe in der nächsten Zeit arbeiten können, das ist - wie schon 2020 - nicht nur vom Wetter, sondern auch davon abhängig, wie nach der Corona-Krise gearbeitet werden kann.

Jan Kalbitz seit 2004 im Obstland verwurzelt

Jan Kalbitz ist in einem Leisniger Ortsteil im wahrsten Sinne des Wortes zwischen Obstplantagen aufgewachsen. Seit 2004 war er Geschäftsführer der Bio-Obst GmbH Baderitz. Mehr als 13 Jahre lang stand er an der Spitze dieses Tochterunternehmens der Obstland Dürrweitzschen AG, ein zweites - die Sornziger Vielfrucht GmbH - kam Mitte 2019 noch hinzu.

Im Vorstand des Mischkonzerns hatte Kalbitz seit Juli 2017 Verantwortung. Mathias Möbius ist der zweite Mann im Vorstand. "Er bekleidet das Amt des Vorstandsvorsitzenden weiterhin", teilt Sandy Ronniger mit.

Auf rund 1.500 Hektar bauen die Tochterunternehmen der Obstland Dürrweitzschen AG zwischen Grimma, Oschatz und Döbeln Obst an. Der Jahresertrag liegt bei durchschnittlich 40.000 Tonnen Obst. Hauptsächlich geerntet werden Äpfel, jetzt aber auch noch Erdbee
Auf rund 1.500 Hektar bauen die Tochterunternehmen der Obstland Dürrweitzschen AG zwischen Grimma, Oschatz und Döbeln Obst an. Der Jahresertrag liegt bei durchschnittlich 40.000 Tonnen Obst. Hauptsächlich geerntet werden Äpfel, jetzt aber auch noch Erdbee © Dietmar Thomas

Die Osbtland-Dürrweitzschen AG

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Dieter Heerklotz hat die Leitung der Sachsenobst Vermarktungs- gesellschaft übernommen. Er ist mit der einen oder anderen Verbesserungsidee angetreten.

  • Elf Tochterunternehmen bilden gemeinsam mit der Muttergesellschaft die Obstland-Gruppe. Bekannt ist der regionale Konzern besonders für die Erzeugung und Verarbeitung heimischer Früchte unter der Marke Sachsenobst, seit 2004 auch zunehmend aus ökologisch zertifiziertem Anbau.
  • Zu diesem Unternehmensbereich gehören sechs landwirtschaftlich orientierte Tochterunternehmen, die Kelterei Sachsenobst GmbH sowie die Sachsenobst Vermarktungsgesellschaft mbH.
  • Die Obstland-Gruppe ist sachsenweit einer der größten Anbieter von frischem und flüssigem Obst, von Direktsäften, Bio-Säften, Frucht- und Glühweinen und füllt neben den eigenen Hofläden auch die Regale der mitteldeutschen Supermärkte.
  • Außerdem ist die Obstland Dürrweitzschen AG im Bauwesen, in der Elektro-, Energie- und Gebäudetechnik sowie in der Wohnungsverwaltung tätig. Der Unternehmensverbund beschäftigt zurzeit rund 380 Mitarbeitende.
  • Die Obstland Dürrweitzschen AG entstand 1990 bei der Reprivatisierung genossenschaftlichen Eigentums aus der LPG Obstproduktion Dürrweitzschen.
  • Die 400.000 Namensaktien mit einem Grundkapital-Wert in Höhe von 10,4 Millionen Euro befinden sich in Streubesitz, im Wesentlichen bei den ehemaligen LPG-Mitgliedern. Die AG ist nicht börsenorientiert. (Quellen: Obstland/Wikipedia)

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