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Wolf in Striegistal gesichtet

Im Ortsteil Etzdorf hat ein Anwohner den Wolf am Montag fotografiert und gemeldet. Nach toten Schafen in Ostrau gibt es vom Landesamt nun ein Ergebnis.

Ein Anwohner hat den Isegrim im Striegistaler Ortsteil Etzdorf gesehen. Mit seinem Handy fotografierte er ihn aus dem Fenster heraus.
Ein Anwohner hat den Isegrim im Striegistaler Ortsteil Etzdorf gesehen. Mit seinem Handy fotografierte er ihn aus dem Fenster heraus. © privat

Striegistal. Schon wieder wurde er in der Region Döbeln gesichtet: ein grauer Wolf. Am Montagmorgen fotografierte ein Anwohner aus dem Striegistaler Ortsteil Etzdorf den Isegrim, als er über die Straße läuft.

Wie er berichtet, sei das Raubtier aus dem Wald gekommen, durch ein Rapsfeld und dann quer über die angrenzende Nossener Straße gelaufen. "Das ganze ereignete sich gegen 10 Uhr", sagt der Etzdorfer, der anonym bleiben möchte. Im Anschluss sei der Wolf weiter in Richtung Tiefenbach gerannt.

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Ihm zufolge war es nicht die erste Sichtung in Striegistal. Bereits seine Eltern hätten den Isegrim im Gemeindegebiet gesehen. Noch direkt am Montagnachmittag zeigte der Etzdorfer die Sichtung beim Wolfsbüro Sachsen an.

Auf Anfrage konnte die Sprecherin des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie Karin Bernhardt diese Anzeige bestätigen. Außerdem verweist sie auf die neue interaktive Karte auf der Seite www.wolf.sachsen.de, die alle Sichtungsmeldungen nun umgehend anzeigt.

Tote Schafe in Ostrau: "Wolf hinreichend sicher"

Diese Meldung einer Wolfssichtung ist in den vergangenen Wochen nicht die einzige im Landkreis Mittelsachsen. Erst am 14. April entdeckte der Clanzschwitzer Philipp Gaitzsch das Tier auf dem Feld neben seinem Grundstück und hielt die Szene mit seinem Handy fest.

Auch im benachbarten Hohenwussen wurde der Wolf entdeckt. Wie der zuständige Jagdpächter mitteilte, habe er ihn auf Rapsfeldern auf etwa 50 Meter Entfernung sowie bei der Kontrolle seiner Wildkameras wenige Meter neben ihm entdeckt.

Auf dem Bild einer Wildkamera in einem Waldstück bei Hohenwussen war Mitte April höchstwahrscheinlich ein durchlaufender Wolf zu erkennen.
Auf dem Bild einer Wildkamera in einem Waldstück bei Hohenwussen war Mitte April höchstwahrscheinlich ein durchlaufender Wolf zu erkennen. © privat

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Im Ostrauer Ortsteil Wutzschwitz wurden am 16. April drei Tote Schafe auf einer Koppel gefunden. Wie Sprecherin Karin Bernhardt nun auf Anfrage mitteilt, konnte nach den Untersuchungen eines Experten "der Wolf hinreichend sicher als Verursacher festgestellt werden". Dieser Fall gehe somit auch in die offizielle Schadensstatistik des Freistaats ein. Demnach wurden vier Tiere getötet, eins verletzt.

Da der Besitzer jedoch die Mindestschutz-Kriterien nicht erfüllte, habe er auch keinen Anspruch auf Entschädigung durch den Freistaat, so Bernhardt.

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