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Das nächste Derby: Spiel der Giganten

Spitzenreiter Roßwein empfängt Verfolger Ostrau. Döbeln ist Favorit gegen Deutzen. Leisnig tritt bei Bennewitz an. Hartha plagen Personalnöte.

Der SV Ostrau, rechts Sandro Antony im Zweikampf mit dem Döbelner Dominik Börno, muss beim Roßweiner SV antreten. Die Döbelner empfangen dagegen Blau-Weiß Deutzen.
Der SV Ostrau, rechts Sandro Antony im Zweikampf mit dem Döbelner Dominik Börno, muss beim Roßweiner SV antreten. Die Döbelner empfangen dagegen Blau-Weiß Deutzen. © Thomas Kube

Kaum ein Spieltag ohne Derby – und das nächste in der Fußball-Kreisoberliga ist ein ganz besonderes: Spitzenreiter Roßweiner SV empfängt den unmittelbaren Verfolger SV Ostrau. 

Fünf Zähler liegen zwischen den Kontrahenten. Doch das muss nichts bedeuten, glaubt Ostraus Trainer Mathias Donath. „Natürlich ist Roßwein der Klassenprimus. Aber wir fahren nicht dorthin, um die Punkte abzuschenken“, sagt er. 

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RSV-Trainer Jörg Soujon sieht es ähnlich. „Das wird ein ganz heißes Derby“, sagt er. „Wir haben Respekt, aber keine Angst, müssen Ostrau aushebeln“, fügt Soujon hinzu.Aber natürlich weiß er, dass seine Elf in einer leichten Favoritenrolle ist. „Wir spielen zur Zeit den schnellsten Fußball in der Liga“, gibt sich Soujon selbstbewusst. 

Chemie im Verein stimmt

Die Chemie im Team und im gesamten Verein stimme. Und insofern nimmt der Trainer die Favoritenrolle auch gern an. „Wir werden den Sieg holen“, macht Soujon seinen Anspruch klar. Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass die Liste der Verletzten nach wie vor groß ist. „Aber auch Ostrau hat diese Probleme“, weiß der Roßweiner Trainer.

Matthias Donath bestätigt das. „Derbys kommen für uns derzeit zum ungünstigsten Zeitpunkt“, sagt der Ostrau-Coach mit Blick auf seine Ausfallliste. Deshalb könne es durchaus darauf ankommen, „wer die bessere zweite Reihe hat“, glaubt Donath. Spezialtraining fürs Derby gab es in Ostrau diese Woche nicht. „Zwischen uns gibt es doch keine Geheimnisse“, schmunzelt der Trainer. Und er glaube, dass deshalb viel auf die Tagesform ankommen wird.

Zwischen 200 und 250 Zuschauer werden zum „Spiel der Giganten“ erwartet. Erfahrungsgemäß werden viele Fans aus Ostrau den Weg nach Roßwein nehmen. Inwiefern das Einfluss auf den Spielverlauf hat? Mathias Donath ist auch diesbezüglich optimistisch.

Döbelner wollen Reaktion zeigen

Eine Trotzreaktion will der Döbelner SC am Sonnabend gegen Blau-Weiß Deutzen (14.) zeigen. Die 0:2-Niederlage beim SV Ostrau war unglücklich und sei in dieser Woche aufgearbeitet worden, so DSC-Trainer Thomas Henschel. Aber solche Erlebnisse gehören zum Lernprozess „und sind kein Beinbruch“. Gegen Deutzen zähle nur ein Sieg, zumal die Döbelner Heimvorteil genießen. 

Personell muss der Coach seinen Kapitän Steve Oehme nach seinem Platzverweis in Ostrau ersetzen und weitere Umstellungen vornehmen. „Wir werden trotzdem eine schlagkräftige Truppe auf dem Platz haben“, so Henschel.

Leisniger mit ausgeglichener Bilanz

Der VfB Leisnig reist am Sonnabend als Tabellenneunter zu Blau-Weiß Bennewitz (7.). Zwei Siege, zwei Remis, zwei Niederlagen, 8:8 Tore stehen bislang zu Buche. „Wirklich Aussagekraft hat die Tabelle in meinen Augen erst nach dem ersten Drittel der Saison. Von daher schauen wir als Trainerteam aktuell von Spiel zu Spiel“, sagt Rico Meister. 

Mit Bennewitz haben die Leisniger noch eine Rechnung offen. Meister: „Wir wollen die Heimreise ungeschlagen antreten und uns für die 7:1-Pleite aus unserem letzten Gastspiel rehabilitieren.“ Personell habe sich die Situation beim VfB ein wenig entspannt, „Auch wenn wir wieder auf einigen Positionen umstellen müssen, sind die Varianten diese Woche etwas vielfältiger“, sagt der Trainer.

Harthaer brauchen Stabilität

„Wir werden unsere Punkte schon noch holen“, sagt dagegen Martin Scheidig. Der Trainer von Liga-Neuling BC Hartha rangiert mit seinem Team derzeit auf einem Abstiegsplatz, gewann lediglich ein Spiel bei fünf Niederlagen. Am Sonnabend geht es nun daheim gegen den Dritten TSV Großsteinberg. Die Rollen scheinen also klar verteilt zu sein. 

Ungeachtet vom Resultat sieht Coach Scheidig sowieso das Ansinnen, „mehr Stabilität in unser Spiel zu bringen“. Angesichts der relativ dünnen Personaldecke und mit Blick auf die Tabelle wäre es dennoch gut, gegen Großsteinberg „möglichst nicht zu verlieren“.

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