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Bleibt das Parkplatz-Problem auf der Annenstraße?

In den nächsten Wochen soll die Straße in Hartha fertig und wieder befahrbar sein. Doch Anwohner sorgen sich weiterhin um ausreichend Pkw-Stellplätze.

Der grundhafte Ausbau der Annenstraße in Hartha ist in den letzten Zügen. Es fehlt nur noch die Asphaltschicht, dann sollen Autos wieder rollen dürfen. Doch wo parken Anwohner und Besucher dann?
Der grundhafte Ausbau der Annenstraße in Hartha ist in den letzten Zügen. Es fehlt nur noch die Asphaltschicht, dann sollen Autos wieder rollen dürfen. Doch wo parken Anwohner und Besucher dann? © Dietmar Thomas

Hartha. In den vergangenen Wochen ist die noch in Arbeit befindliche Sanierung der Annenstraße unter den Harthaer Bewohnern wiederholt ein Thema. Vor allem sorgen sich Anwohner um ausreichend Stellplätze für ihre Autos, da Parken zukünftig nicht mehr so einfach wie vor den Arbeiten möglich sein soll.

Eine 56-jährige Anwohnerin, die anonym bleiben möchte, fragt mit Nachdruck: „Hier wohnen nicht nur ein paar Leute, die auch ein Auto haben und gern in der Nähe ihrer Wohnung parken möchten. Doch wie soll das möglich sein, vor allem nachdem der Fußweg größer wurde?“

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Eine Frage, mit der sich schon mehrere Bürger und die Verwaltung 2018 auseinandergesetzt haben. Damals gab es während den Planungen des Abwasserzweckverbands und der Stadt Hartha Kritik aus Reihen der Harthaer über die neue Parkplatzkonzeption.

Kompromiss zwischen Verwaltung und Bürgern

Die Stadt plante demnach die Parkfläche zwischen Karl-Marx-Straße und Gerhart-Hauptmann-Straße vollständig von der rechten auf die linke Seite zu verlegen. Zum Unmut der Betroffenen, die dabei vor allem ein Sicherheitsrisiko für Kinder und ältere Menschen sahen, die beim Aussteigen aus dem Auto auf der Seite zur Straße das Auto verlassen müssten. Deshalb plante die Verwaltung um.

Bereits im Mai des vergangenen Jahres erklärte Harthas Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) auf Anfrage von Sächsische.de, dass sich Anwohner und die Verwaltung auf einen Kompromiss geeinigt hätten.

„Die Intention ist, nach dem Bau auf der Annenstraße die Parkplätze im unteren Bereich zwischen Karl-Marx-Straße und Goethestraße auf der rechten Seite zu belassen sowie im oberen Bereich zwischen Goethestraße und Gerhart-Hauptmann-Straße auf die linke Seite zu setzen“, so der Rathauschef. Somit gebe es weder mehr, noch weniger Parkmöglichkeiten als vor dem Straßenausbau.

Kommt ein Protest-Brief an die Stadtverwaltung Hartha?

Man einigte sich gemeinschaftlich, so Kunze. Auch die Stadträte hätten dem überarbeiteten Konzept damals zugestimmt, so Kunze im Jahr 2020. Kurze Zeit überlegte die Verwaltung sogar die Einführung sogenannter Bewohner-Parkausweise, was letztlich jedoch verworfen wurde.

Ob die geschaffenen Parkmöglichkeiten letztendlich reichen werden, wird sich in den kommenden Wochen nach der Fertigstellung der Sanierung zeigen. Zusätzlichen Platz bringt der Parkplatz an der Ecke Goethestraße/Annenstraße. Ende Juni, Anfang Juli soll der Verkehr laut Stadtverwaltung wieder rollen.

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Mehrere Anwohner, auch die 56-jährige Harthaerin, sehen dem Start eher skeptisch gegenüber. Sie wollen abwarten und möglicherweise einen Protest-Brief bei der Stadtverwaltung wegen fehlender Parkmöglichkeiten einsenden.

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