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Hartha: Die unendliche Geschichte der Annenstraße

Die Fugen der Pflastersteine der Kreuzung sind mit Beton ausgegossen. Deshalb wird noch mit der vorübergehenden Freigabe der Straße gewartet.

Von Sylvia Jentzsch
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Der Kreuzungsbereich Annenstraße/Goethestraße ist noch gesperrt, weil der Fugenbeton aushärten muss. Vor Weihnachten soll die Annenstraße vorerst für den Verkehr freigegeben werden.
Der Kreuzungsbereich Annenstraße/Goethestraße ist noch gesperrt, weil der Fugenbeton aushärten muss. Vor Weihnachten soll die Annenstraße vorerst für den Verkehr freigegeben werden. © Dietmar Thomas

Hartha. Vor Weihnachten soll die Annenstraße für den Verkehr freigegeben werden. Das sagte Bauamtsleiter Ronald Fischer auf Nachfrage des Döbelner Anzeigers. Allerdings können sich die Nutzer der Straße nur vorübergehend freuen.

Spätestens im Frühjahr, oder wenn es die Witterung erlaubt, ist mit einer erneuten Sperrung zu rechnen. Deshalb geht die nicht enden wollende Geschichte der Straße im nächsten Jahr weiter.

„Das richtige Material ist jetzt da. Die Kreuzung Annenstraße/Goethestraße wurde im November mit großem Granitpflaster gepflastert und die Fugen mit Beton ausgegossen“, der Harthaer Bauamtsleiter. Um der künftigen Verkehrsbelastung standzuhalten, müsse der Beton allerdings 28 Tage aushärten. Deshalb könne die Straße frühestens vor Weihnachten für den Verkehr freigegeben werden.

Neue Sperrung erforderlich

Doch dann ist die Bau-Geschichte der Annenstraße noch nicht abgeschlossen. Die Zufahrt auf die Annenstraße und die Ausfahrt auf die Gerhart-Hauptmann-Straße sollen ebenfalls solch einen Pflasterstreifen bekommen.

Den zwischen dem ehemaligen Quelle-Geschäft und dem Buchladen gibt es schon. Doch nach dessen Fertigstellung wurde laut dem Bauamtsleiter festgestellt, dass der verwendete Granitstein „gravierende“ Qualitätsmängel aufwies. (DA berichtete).

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Nach einer längeren Wartezeit wurden neue Granitsteine geliefert. Allerdings stellte sich heraus, dass es die falschen waren. „Nun ist das richtige Material eingetroffen und die Pflasterbereiche können fertiggestellt werden“, sagte der Bauamtsleiter im November.

Mehrkosten kommen auf die Stadt laut Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) nicht zu. „Die Qualitätsmängel wurden bei der Fachfirma gemeldet und reklamiert. Die Kosten dafür tragen wir nicht“, so Kunze. „Die Mehrarbeit wird der Steinhersteller tragen müssen.“

Seit September 2019wird an der Straße gebaut

Die Granitsteine mit schlechter Qualität werden, wenn es die Witterung erlaubt, wieder ausgebaut und das neue Material eingebaut. Dann kommt wieder das Verfugen mit Beton und die Wartezeit aufs Aushärten. Deshalb ist mit einer weiteren Sperrung im nächsten Jahr zu rechnen.

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Seit Ende September 2019 wird in der Annenstraße gebaut. Zuerst war die Straße gesperrt, weil der Abwasserzweckverband „Untere Zschopau“ einen Mischwasserkanal eingebaut hat. Vor dem Beginn des Straßen- und Gehwegebaus gab es dann eine Pause. Eigentlich sollten die Arbeiten bis Ende Mai dieses Jahres abgeschlossen sein. Immer wieder gab es Verzögerungen.

Kreuzung soll sicherer werden

In den Kreuzungsbereich Annenstraße/ Goethestraße wurde das große Granitpflaster eingebaut, um unter anderem ein zusätzliches Merkmal für die Verkehrssicherheit zu schaffen. Außerdem soll es auch optisch etwas hergeben und das Gebiet aufwerten, so der Bauamtsleiter.

Die Stadt hat für die Sanierung der Annenstraße rund 332.000 Euro Fördergeld erhalten. Das sind 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Eine knappe halbe Million Euro hat die Stadt für den grundhaften Ausbau der Straße insgesamt eingeplant.