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Veränderte Verkehrsregelung am Parkplatz der B 175

Seit Ende Juli ist der Parkplatz am Töpelberg gesperrt. Nun sind die Baken verschwunden. Was wird aus der Geschwindigkeitsbegrenzung?

Von Sylvia Jentzsch
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Die Baken am Parkplatz sind inzwischen verschwunden.
Die Baken am Parkplatz sind inzwischen verschwunden. © Dietmar Thomas

Hartha. Es tut sich was auf dem Töpelberg in Höhe des ehemaligen Rastplatzes. Aus der Linksabbiegerspur, die seit Ende Juli mit gelben Bändern abgeklebt war, ist nun eine Sperrfläche geworden. Noch in dieser Woche sollen nach Auskunft der Pressesprecherin des Landratsamtes Peggy Hähnel, die Baken verschwinden und die Verkehrszeichen für die Geschwindigkeitsbegrenzung neu gesetzt werden.

Fest stehe, so Hähnel, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 Kilometer in der Stunde nicht grundsätzlich verschwinde. Im Bereich der beiden Bushaltestellen sowie dem Abzweig nach Nauhain wird es weiterhin eine Geschwindigkeitsbegrenzung geben.

Nur die, die für die Ein- und Ausfahrt auf den Parkplatz angelegt worden ist, verschwindet. Die verkehrsrechtlichen Veränderungen sind das eine, die baulichen das andere. Dafür ist das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) zuständig.

Rückbau der Anlage geplant

„Vorgesehen ist, den Rastplatz zu schließen. Damit ist auch der Rückbau der Anlage geplant. Die Flächen sollen vollständig entsiegelt und renaturiert werden“, teilte Rosalie Stephan von der Pressestelle des Lasuv auf Anfrage von Sächsische.de mit.

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Zunächst soll mit den entsprechenden Planungen begonnen werden. „Nähere Angaben zum Vorhaben, den Kosten und wann das Projekt umgesetzt wird, können erst im weiteren Verlauf der Planungen belastbar getätigt werden“, so Stephan.

Seit mehr als drei Monaten geschlossen

Seit mehr als drei Monaten ist der Rastplatz am Töpelberg geschlossen worden. Dort, wo einst Ein- und Ausfahrt waren, liegen jetzt Erdhügel, die die Zufahrt verhindern. Die Hügel sind bereits begrünt.

„Mit der örtlich zuständigen Verkehrsbehörde wurde ein dreimonatiger Zeitraum zur Absperrung des Rastplatzes vereinbart – auch, um längerfristig die Auswirkungen der Sperrung im weiteren Umfeld verfolgen zu können“, teilte Rosalie Stephan im Juli mit.

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Negative Rückmeldungen zur Schließung des Rastplatzes seien seit der Sperrung nicht an das Amt herangetragen worden – auch seitens der Stadt Hartha fand die Maßnahme Zustimmung.

Im Juli wurden am Parkplatz an der Töpelstraße Tatsachen geschaffen. Er wurde geschlossen. Erdhügel sollen das Befahren verhindern.
Im Juli wurden am Parkplatz an der Töpelstraße Tatsachen geschaffen. Er wurde geschlossen. Erdhügel sollen das Befahren verhindern. © Dietmar Thomas

Müllproblem ist Ursache für Schließung

Begründet wird die Sperrung des Parkplatzes, auf dem es früher sogar einmal ein Imbissangebot gab, mit der „erheblichen Verschmutzung mit Haus- und Sperrmüll“. Dieser finde sich sowohl im Bereich des Parkplatzes als auch der dazugehörigen Grünflächen wieder.

Das Problem auf dem Areal zwischen Hartha und Döbeln bestand seit vielen Jahren. Immer wieder waren vor Ort größere Müllhaufen zu finden gewesen: Farbeimer, Kartons mit Wäsche, Plastikbehälter mit undefinierbarem braunen Inhalt. Zwar wurden die Müllbehälter nach Angaben von Landkreis-Sprecher André Kaiser zweimal wöchentlich geleert. Dennoch waren immer wieder größere Einsätze zur Müllbeseitigung notwendig.

Nach Angaben des Lasuv habe es auch wiederholte Beschwerden der Anlieger über die Verschmutzung der Wirtschaftsflächen gegeben. Denn nicht nur die Randzonen des Parkplatzes wurden als Toilette genutzt, sondern auch Feld- und Ackerflächen. „Diese untragbaren hygienischen Zustände können auch nicht mit erhöhtem Personaleinsatz der Straßenmeisterei bereinigt werden, da die Beseitigung von Abfall nur ein Bestandteil des Leistungskataloges ist“, erklärt Kaiser.