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Was Döbeln 2023 an Bußgeldern kassiert hat

Die meisten Verfahren werden gegen Temposünder eingeleitet. Allein 14.000 Mal mussten Autofahrer deswegen zahlen. Die Stadtverwaltung verrät, wo am häufigsten geblitzt wird.

Von Jens Hoyer
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Der Blitzer an der Döbelner Bahnhofstraße ist einer von drei stationären Anlagen im Stadtgebiet. Allein 6.000 Tempoverstöße wurden durch diese erfasst und vom Ordnungsamt verfolgt.
Der Blitzer an der Döbelner Bahnhofstraße ist einer von drei stationären Anlagen im Stadtgebiet. Allein 6.000 Tempoverstöße wurden durch diese erfasst und vom Ordnungsamt verfolgt. © Dietmar Thomas

Döbeln. Bußgelder sind eine der Einnahmequellen, aus denen die Stadt Döbeln ihr Budget finanziert. Im vergangenen Jahr hat das Ordnungsamt Verwarngelder und Bußgelder in Höhe von rund 542.000 Euro eingenommen.

Darin enthalten seien Einnahmen aus dem fließenden Verkehr, dem ruhenden Verkehr oder aus allgemeinen Ordnungswidrigkeiten, wie etwa Bußgelder für illegal entsorgten Müll, so Stadtsprecher Thomas Mettcher.

15.000 Verstöße im Verkehr

Die Anzahl der Ordnungswidrigkeiten ist imposant. Etwa 15.000 Verstöße im Verkehr wurden vom Ordnungsamt im vergangenen Jahr verfolgt. Davon betrafen rund 10.000 den fließenden und 4.000 den ruhenden Verkehr.

Das Gros der Temposünder wurden dabei von den stationären Blitzern erfasst. Drei davon stehen im Stadtgebiet – zwei an der B 169 in Neudorf und einer auf der Bahnhofstraße in Döbeln.

Allein diese stationären Blitzer lösten nach Angaben der Stadtverwaltung rund 6.000 Mal aus.

Auf der Bahnhofstraße ist die Geschwindigkeit wegen der Nähe zur Kunzemannschule auf 30 Stundenkilometer begrenzt. Unter anderem deshalb, weil die Grundschüler auf dem Weg zur Sporthalle die Straße überqueren müssen.

An der B 169 ist die Geschwindigkeit, unter anderem auch wegen der Fußgänger, auf 70 Stundenkilometer reduziert. „Die Werte bei den beiden Geschwindigkeitsmessgeräten an der B169 in Neudorf sind dabei gleichbleibend stabil mit relativ wenigen Verstößen“, so Thomas Mettcher. Genaue Zahlen nannte er nicht.

Die drei stationären Blitzer werden nicht von der Stadt selbst betrieben. Sie bezieht die Daten von einem externen Dienstleister.

Ordnungsamt misst mobil

Allerdings ist das Döbelner Ordnungsamt auch mit einem eigenen mobilen Messgerät im Stadtgebiet unterwegs. Mit diesem waren im vergangenen Jahr rund 4.000 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt und Verfahren gegen Autofahrer eingeleitet worden.

Schwerpunkte der Messungen war unter anderem der Holländerweg. Auf der Straße besteht Tempo 30. Zudem sind relativ viele Fußgänger unterwegs – einen Fußweg gibt es nicht.

Auch an der Richard-Köberlin-Straße im Gewerbegebiet Ost, wo wegen der Einkaufsmärkte relativ viel Verkehr herrscht, hatte das Ordnungsamt häufig seinen Blitzer aufgebaut. Etwa 350 Verfahren resultieren allein aus diesen Messungen.

Nicht alle Bußgeldverfahren betreffen die Straßenverkehrsordnung. Etwa 500 Verfahren hatte das Ordnungsamt wegen Verstößen gegen Polizeiverordnung, Sondernutzungserlaubnisse und anderem eingeleitet.

Die Stadt hatte 2023 deutlich mehr Einnahmen aus Bußgeldern im Haushalt eingeplant. Nämlich rund 600.000 Euro. In erster Linie gehe es dabei aber nicht darum, Geld einzunehmen, sondern darum, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, sagte Mettcher.

Zudem war im vergangenen Jahr längere Zeit die B 169 in Neudorf wegen Bauarbeiten gesperrt.