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Wehren müssen Beladung für neues Auto zusammenstreichen

Jetzt steht fest, wie viel das neue HLF20 kosten wird. Das erwerben fünf Kommunen in einer Sammelbestellung.

Insgesamt fünf Kommunen, darunter Waldheim und Roßwein, bestellen gemeinsam je ein Feuerwehrauto. Dafür gibt es Fördergeld vom Freistaat.
Insgesamt fünf Kommunen, darunter Waldheim und Roßwein, bestellen gemeinsam je ein Feuerwehrauto. Dafür gibt es Fördergeld vom Freistaat. © dpa

Roßwein/Waldheim. Die Stadträte von Waldheim, Roßwein, Geringwalde, Hainichen und Rossau haben sich dafür entschieden, eine Sammelbestellung für ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, kurz HLF, auszulösen. Die Leistungen für den Bau der Autos wurden jetzt in Waldheim und Roßwein von den Stadträten vergeben.

Danach wird die Firma Josef Lentner aus Hohenlinden in Bayern den Bau der Fahrgestelle und des feuerwehrtechnischen Aufbaus übernehmen. Die feuerwehrtechnische Beladung der Fahrzeuge obliegt dann den Mitarbeitern der Firma Brandschutztechnik Leipzig mit Sitz in Kabelsketal bei Halle.

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Land Sachsen gibt bei Sammelbestellung Fördergeld dazu

Für die Sammelbestellung haben sich die Kommunen entschieden, weil das Land Sachsen eine solche honoriert und Fördermittel in Höhe von 20 Prozent ausreicht. Dazu ist es aber notwendig, dass alle Fahrzeuge baugleich sind.

„Das Ausschreibungsverfahren ist sehr kompliziert und hat sich verzögert“, sagte Michael Klöden, bei der Stadt Roßwein zuständig für das Feuerwehrwesen, in der Stadtratssitzung im Dezember.

Die Kommune hat für das Fahrzeug insgesamt 481.000 Euro eingeplant und lag in der ersten Kostenrechnung knapp 50.000 Euro über diesem Betrag. Die Wehrleiter und das zuständige Ingenieurbüro hätten sich deshalb zusammengesetzt und überlegt, wie die Kosten reduziert werden können.

Abstriche bei der Ausrüstung

„Wir mussten einige Gerätschaften streichen, die wir im Altbestand haben und auf dem neuen Fahrzeug nutzen können“, erklärte Udo Hoffmann, stellvertretender Gemeindewehrleiter in Roßwein und Ortswehrleiter von Gleisberg. Die Gleisberger sollen das neue HLF20 bekommen.

Ähnlich geht es der Waldheimer Feuerwehr. „Beauftragt worden sind nun separat für jede Gemeinde nur Beladeteile, die noch nicht vorhanden sind“, erklärte Michael Wittig, Leiter des Waldheimer Bau- und Ordnungsamtes.

Vorhandene Ausrüstungen würden von den Wehren auf das neue Fahrzeug übernommen. Damit fielen die Kosten für die Ausstattung für jede Gemeinde unterschiedlich aus, seien aber preiswerter als die Angebotssumme.

Das Warten fällt schwer

Bis die Fahrzeuge geliefert werden, können laut Michael Klöden noch etwa zwei Jahre vergehen. Diese lange Lieferzeit sei aber von vornherein so eingeplant gewesen, sagte Klöden. Den Feuerwehrleuten und auch einigen Einwohnern fällt das Warten schwer. Bei mehreren Einsätzen hat sich gezeigt, dass die Löschwasserversorgung gerade im ländlichen Bereich schwierig und für den ersten Angriff bei Bränden ein Fahrzeug mit Wasser an Bord wichtig wäre.

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