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Dresden - beliebt und gemieden

Während aus dem Ausland immer mehr Gäste in die Stadt kommen, gehen die Übernachtungszahlen von deutschen Reisenden zurück.

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© dpa

Dresden. Das Stadtmarketing hat am Dienstag die Tourismusbilanz für das Jahr 2015 vorgelegt. Demnach sind im vergangenen Jahr mehr ausländische Gäste nach Dresden gekommen. Zugleich ging die Zahl der Inlandstouristen deutlich zurück.

Die Zahl der Übernachtungen von Reisenden aus dem Ausland konnte den Angaben zufolge im Vergleich zum Jahr 2014 um 6,1 Prozent auf 879 397 Übernachtungen gesteigert werden. Bei Buchungen aus dem Inland verzeichnete die Dresden Marketing GmbH einen Rückgang von 5,1 Prozent hinnehmen. Rund 3,4 Millionen Übernachtungen von Inlandsgästen wurden gezählt. Damit schließt der Dresden-Tourismus das Jahr 2015 mit einem Übernachtungsrückgang von drei Prozent, hieß es weiter.

Die meisten Auslands-Übernachtungen wurden bei Gästen aus den USA (85 923) gezählt, gefolgt von der Schweiz (81 646) und Österreich (60 501). Großer Verlierer ist mit nur noch 37 716 Übernachtungen Russland.

Bettina Bunge, die Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH (DMG), glaubt den Grund für den Rückgang ausgemacht zu haben: Sie sprach von einem „Pegida-Effekt“ und einem Imageverlust für die sächsische Landeshauptstadt aufgrund der fremdenfeindlichen Parolen. Das habe auch eine repräsentative Markenstudie gezeigt. (szo)