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Dresdens „neuer Stadtteil“ wächst

Richtfest beim Großprojekt Mika Quartier: Auch eine neue Kita und sozialer Wohnungsbau sollen unweit des Elbeparks Platz finden.

In Mickten wurde Richtfest gefeiert © Marion Doering

Es ist eines der größten Wohnprojekte der Stadt, das derzeit zwischen dem Elbepark und der Flutrinne nimmt Gestalt an. Im sogenannten Mika-Quartier im Stadtteil Mickten sollen auf drei Baufeldern bis 2023 rund 900 Wohnungen entstehen. Von einem neuen Dresdner Stadtteil ist aus Bauherrensicht die Rede. Auch Raum für sozialen Wohnungsbau und eine neue Kita sind im Zuge des Großprojekts in Planung. Für den ersten Bauabschnitt hat die verantwortliche Mika Quartier GmbH jetzt das Richtfest gefeiert. Damit rückt die Fertigstellung von ersten 179 Wohnungen sowie zwei Gewerbeeinheiten im August des kommenden Jahres in greifbare Nähe. Ab Februar soll vermietet werden. Für die 35 und 130 Quadratmeter großen Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern werden rund 10 Euro pro Quadratmeter fällig.

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Laut Mika-Geschäftsführer Erik Sassenscheidt wurde zudem für die zwei benachbarten Baufelder ein Bebauungsplan für weitere rund 550 Wohnungen mit der Stadtverwaltung abgestimmt. „Wir gehen davon aus, noch vor der Sommerpause 2019 den Satzungsbeschluss zu erhalten“, erklärt er. Geplant ist, 10 Prozent der etwa 57.000 Quadratmeter Geschoßflächen für Sozialwohnungen und eine neue städtische Kita auszugeben. Die Kita für gut 100 Kinder soll an der Ecke Sörnewitzer-/Pieschener Straße entstehen.

Für den zweiten Bauabschnitt des Quartiers liegt bereits Baurecht bereits vor, die Arbeiten sollen im Sommer 2019 beginnen. Weitere 180 Mietwohnungen werden gebaut, darunter vor allem 3- bis 4-Raumwohnungen zwischen 75 und 95 Quadratmetern. Rund 20 Prozent wollen die Investoren für 2-Raumwohnungen mit etwa 50 Quadratmetern anlegen.

Dresdens Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain begrüßt beim Ortstermin die Entwicklung des Stadtteils und dessen wachsende Popularität. „Mit dem Mika Quartier beginnt die Verwandlung einer langjährigen ,grünen Wiese‘ in attraktiven Wohn-und Lebensraum“, erklärt er. Leicht nachdenkliche Töne schlägt hingegen Silicon Saxony Geschäftsführer Frank Rösberg an, der das Projekt nicht nur als begrüßenswerte Stadtentwicklungsmaßnahme, sondern als unerlässlich für die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Dresden einordnet. Große Arbeitgeber, wie beispielsweise Bosch, die sich in der Stadt ansiedelten, benötigten Fachkräfte. „Ob diese nach Dresden kommen, entscheidet nicht nur ein interessantes Jobangebot, sondern auch wo und wie sie mit ihren Familien wohnen können.“ Dresden sollte daher in seinen Augen nicht nur auf Wachstum und Ansiedlung setzen, sondern auch Lebensperspektiven bieten.

In den ersten Bauabschnitt des Projekts werden 38 Millionen Euro gesteckt, insgesamt sind es 200 Millionen Euro. Die Bauarbeiten haben im September 2017 zwischen An der Elbaue, Flößer-, Brockwitzer und Kötzschenbroder Straße begonnen.

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