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Immobilienpreise in Dresden steigen

In Dresden leben nur rund 16 Prozent der Einwohner in den eigenen vier Wänden. Aber die Immobilienpreise steigen stark.

Am Postplatz sind in den vergangenen Jahren viele neue Wohnungen gebaut worden.
Am Postplatz sind in den vergangenen Jahren viele neue Wohnungen gebaut worden. © Foto: SZ/Peter Hilbert

Dresden. 31 Jahre nach dem Mauerfall gibt es zwischen Ost und West immer noch große Unterschiede darin, ob die Menschen im Eigentum oder zur Miete wohnen. Während im Osten 31,4 Prozent in einer eigenen Immobilien leben, wohnt im Westen mit 44,9 Prozent fast jeder zweite im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung. Diese Ergebnisse hat der Immobiliendienstleister McMakler mit Sitz in Berlin auf Basis der Ergebnisse der Mikrozensus-Zusatzerhebung 2018 zusammengetragen.

Mit einer Eigentümerquote von 64,7 Prozent führt das Saarland das Eigentumsranking an. Nur in Hamburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen wohnt die Mehrheit zur Miete. Berlin weist mit 17,4 Prozent eine geringe Eigentümerquote vor und bleibt auch Mieterstadt. In Sachsen lebten im vergangenen Jahr nur rund ein Drittel der Bevölkerung in den eigenen vier Wänden. Die Eigentümerquote lag bei 34,6 Prozent. Sie hat sich damit innerhalb von 20 Jahren leicht erhöht.

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In Dresden leben nur rund 16 Prozent der Einwohner in den eigenen vier Wänden, wie der kommunale Wohnungsmarktbericht von 2018 aussagt. Hier ist jedoch ein starker Anstieg der Immobilienpreise zu beobachten. Besonders beliebt sind in Dresden Eigentumswohnungen. Für Erstverkäufe von neu errichteten Eigentumswohnungen betrug der durchschnittliche Kaufpreis 4.435 Euro, für neu sanierte Wohnungen sogar rund 5.060 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Die Preissteigerungen betrugen damit rund fünf oder zehn Prozent laut dem Dresdner Immobilienbericht, bezogen auf das zweite Halbjahr 2019.

Sachsen ist das Land, in dem die Immobilienpreise deutschlandweit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum am stärksten gestiegen sind, um satte 10,6 Prozent. Nur Bayern kommt mit zehn Prozent fast heran. "Die großen und außerordentlich gut sanierten Städte des Bundeslandes Sachsen – Dresden und Leipzig – sind im Laufe der letzten Jahre wahre Magneten für Investoren und private Kleinanleger geworden. Hinzu kommt, dass die Städte über umfangreiche Freizeit-, Kultur- und Bildungsangebote verfügen. Das zieht immer mehr jüngere Menschen an, die auch langfristig bleiben wollen", sagt Felix Jahn, der Geschäftsführer von McMakler.

Sachsen brauchen 4,2 Monate für Kaufentscheidung

Auch bei den Immobilienpreisen gibt es noch deutliche Unterschiede. Mit immerhin durchschnittlich 1.000 Euro pro Quadratmeter weniger müssen Kaufinteressenten beim Kauf einer Immobilie in ostdeutschen Bundesländern rechnen als im Westen. Im Osten zahlen Käufer durchschnittlich 1.878 Euro, im Westen 2.832 Euro. Allerdings steigen die Immobilienpreise in Ostdeutschland mit durchschnittlich 8,9 Prozent etwas stärker an als im Westen mit 7,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Bei den Spitzenreitern im Kaufpreis-Ranking nähert sich der Osten immer mehr dem westlichen Preisniveau. Während in Hamburg Käufer 5.266 Euro zahlen, müssen sie in Berlin mit durchschnittlich 4.954 Euro rechnen. In Brandenburg sind es durchschnittlich 2.589 Euro pro Quadratmeter. Am günstigsten ist es in Westdeutschland im Saarland mit 1.361 Euro. Noch günstiger ist es dagegen im Osten Deutschlands, genauer in Sachsen-Anhalt, wo der Quadratmeter im Durchschnitt für 1.066 Euro zu haben ist.

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Interessant ist auch ein Blick auf die durchschnittliche Vermarktungsdauer von Immobilien. In den östlichen Bundesländern wird die Käufersuche nach 4,9 Monaten abgeschlossen, im Westen nach vier Monaten. Am schnellsten geht es dabei in Mecklenburg-Vorpommern. Hier dauert der Verkauf der Immobilie in der Regel vier Monate. Dahinter folgen Sachsen mit 4,2 Monaten, Sachsen-Anhalt mit 4,3 Monaten, Brandenburg mit 4,4 Monaten und schließlich Berlin mit 4,8 Monaten Vermarktungsdauer. Im Westen dagegen verkaufen Eigentümer am schnellsten in Schleswig-Holstein mit nur 3,1 Monaten, gefolgt von Bayern mit 3,2 Monaten, und Hamburg mit 3,5 Monaten.

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