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Dresdner Unfallschwerpunkt wird entschärft

An der Fritz-Löffler-Straße in der Südvorstadt geraten immer wieder Radfahrer unter die Räder. Nun wird der Radweg umgebaut. Was genau geplant ist.

An der Kreuzung von Fritz-Löffler- und Reichenbachstraße sollen Fahrradfahrer bald sicherer unterwegs sein.
An der Kreuzung von Fritz-Löffler- und Reichenbachstraße sollen Fahrradfahrer bald sicherer unterwegs sein. © Symbolbild: Claudia Hübschmann

Dresden. Die Kreuzung von Fritz-Löffler- und Reichenbachstraße ist ein Unfallschwerpunkt für Radfahrer in Dresden. Vor genau einem Jahr wurde hier ein 18-Jähriger von einer Autofahrerin erfasst, die den Fahrradfahrer beim Abbiegen übersah. Er wurde leicht verletzt. 

Ein schwerer Unfall ereignete sich Mitte Dezember vergangenen Jahres an der Kreuzung. Damals wurde eine Radfahrerin von einer Straßenbahn der Linie 3 erfasst. Die Frau trug jedoch mindestens eine Mitschuld an dem Unfall, denn sie war auf dem Radweg auf der falschen Straßenseite unterwegs. Vermutlich wollte sie die Gleise außerdem trotz roter Ampel überqueren. 

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Nun soll der Unfallschwerpunkt als Maßnahme des Radverkehrskonzepts umgebaut werden. Grund dafür ist laut Stadt nicht nur die Häufung der Unfälle an der Stelle, sondern auch, dass immer mehr Radfahrer die Route von Fritz-Löffler-Straße – St.-Petersburger-Straße – Albertstraße zwischen der TU Dresden und der Dresdner Neustadt benutzen. 

Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu. 

Was macht die Kreuzung so gefährlich?

Die Zufahrt zur Fritz-Löffler-Straße stadteinwärts hat ein starkes Gefälle. Das führt laut Stadt sowohl bei Rad- als auch bei Autofahrern zu sehr hohen Geschwindigkeiten. Dadurch werde die Vorfahrt durch nach rechts abbiegende Autofahrer häufig nicht beachtet. "Mit dem Umbau soll die Unfallhäufungsstelle beseitigt und die Verkehrssicherheit für Radfahrer erhöht werden", verspricht die Stadt. 

Was wird genau gebaut?

Auf der Fritz-Löffler-Straße wird der vorhandene Radweg stadteinwärts etwa 80 Meter vor der Einmündung der Reichenbachstraße über eine Rampe in einen Radfahrstreifen geführt. Der befindet sich künftig zwischen den zwei Geradeaus- und der Rechtsabbiegespur und bildet damit die vierte Spur. Das soll die Konfliktstelle mit Rechtsabbiegern in die Reichenbachstraße entschärfen. 

Radfahrer haben dann die Möglichkeit, die volle Grünphase des Kfz-Verkehrs zu nutzen. Der jetzt noch erhöhte Radweg vor Ort wird zurückgebaut. Außerdem wird im Baufeld die Fahrbahndecke erneuert. Anschließend folgen noch die Markierungsarbeiten. Bis zum Mittwoch, 28. Oktober, sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, verspricht die Stadt.  Die Gesamtkosten des Umbaus sollen rund 156.000 Euro betragen.

Welche Verkehrseinschränkungen gibt es?

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Während der gesamten Bauzeit steht die Rechtsabbiegespur in die Reichenbachstraße nicht zur Verfügung. Das Abbiegen aus der rechten Geradeausspur ist stadteinwärts anfangs noch erlaubt. Ausnahme sind die letzten beiden Bauwochen. In dieser Zeit steht zeitweilig nur eine Geradeausspur zur Verfügung. Für die Reichenbachstraße gibt es eine Umleitung.

Die Straße im Themenstadtplan.

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