merken
PLUS Dresden

Wer hat Aschenbachs Auto angezündet?

Der Wagen des Stadtrats von Die Partei wurde Mitte Oktober vollkommen zerstört. Die Polizei tappt immer noch im Dunkeln und hofft auf Zeugen.

Stößt nicht bei jedem auf Gegenliebe: Politiker Max Aschenbach.
Stößt nicht bei jedem auf Gegenliebe: Politiker Max Aschenbach. © Archiv: Marion Doering

Dresden. In der Nacht zum Sonntag, den 18. Oktober, warein Auto auf der Magazinstraße im Dresdner Stadtteil Albertstadt abgebrannt. 

Der Wagen gehörte dem Dresdner Stadtrat Max Aschenbach (Die Partei). Aschenbach veröffentlichte auf Twitter ein entsprechendes Statement. Der 34-Jährige postete am Montagmittag darauf ein altes Bild des Mini-Trucks. Ein zweites Foto zeigt die Reste des Fahrzeuggestells, bedeckt von einem großen Haufen Asche. 

Sachsenbessermachen.de
Wir geben Geschichten aus Sachsen eine Bühne.
Wir geben Geschichten aus Sachsen eine Bühne.

Hinsehen, Zuhören, Lösungen finden - gemeinsam. Sachsen besser machen!

Die Polizei Dresden bestätigte damals auf Sächsische.de-Nachfrage, dass es sich um ein Fahrzeug von "Die Partei" handelt, das in der Albertstadt brannte. 

Im gewohnt satirischen Stil schrieb Aschenbach auf Twitter: "Anscheinend nehmen die Rechten den Linken jetzt auch noch das Autoabfackeln weg. Jetzt hab ich mehr mit Patzelt gemein, als mir lieb ist. Aber meine Karre war cooler. Anzeige ist raus." 

Offenbar verdächtigt der Stadtrat politische Gegner des Brandanschlags. Aschenbach polarisiert in seiner politischen Rolle immer wieder. 

Erst kürzlich hatte der AfD-Landtagsabgeordnete Lars Kuppi Aschenbach angezeigt, nachdem dieser Kuppi als "rassistischen Arsch" bezeichnet hatte. Auf Aschenbach geht auch die Formulierung des "Nazi-Notstand"-Antrags zurück, der im Oktober vergangenen Jahres durch das Gremium verabschiedet wurde. 

Weiterführende Artikel

Strafanzeige gegen Dresdner Stadtrat

Strafanzeige gegen Dresdner Stadtrat

Ein Kommentar bei Facebook hat Folgen für den Dresdner Stadtrat Max Aschenbach von Die Partei. Denn ein AfD-Politiker fühlt sich beleidigt und verleumdet.

"Nazinotstand": Stopp endgültig gescheitert

"Nazinotstand": Stopp endgültig gescheitert

FDP-Fraktionschef Holger Zastrow wollte den umstrittenen Beschluss zum Dresdner "Nazinotstand" für nichtig erklären lassen. Warum seine FDP das verbockt hat.

Der Mann hinter dem „Nazinotstand“

Der Mann hinter dem „Nazinotstand“

Max Aschenbach hat Dresden weltweit in die Schlagzeilen gebracht. Ein „Provokateur“, sagen einige. Was er noch plant.

Doch bisher fand die Polizei offensichtlich keine heiße Spur zum Täter. Deshalb erhoffen sich die Beamten weiterhin Hilfe aus der Bevölkerung. Wer Angaben zum Sachverhalt und möglichen Tatverdächtigen machen kann, soll sich bei der Polizeidirektion Dresden unter der Nummer (0351) 483 22 33 melden. (SZ/dkr)

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter "Dresden kompakt" und erhalten Sie alle Nachrichten aus der Stadt jeden Abend direkt in Ihr Postfach.

Mehr Nachrichten aus Dresden lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Dresden