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Bad in Dresdner Brunnen kann krankmachen

Die Dresdner Stadtverwaltung warnt davor, in Brunnen Abkühlung zu suchen. Die Keimbelastung sei nicht zu unterschätzen. Daher gibt es auch ein Verbot.

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Eine Frau kühlt sich am Albertplatz an den Wasserfontänen ab. Das Betreten der Dresdner Brunnen ist verboten.
Eine Frau kühlt sich am Albertplatz an den Wasserfontänen ab. Das Betreten der Dresdner Brunnen ist verboten. © dpa

Dresden. Die Hitze ist zurück: Bis zu 37 Grad erwartet der Deutsche Wetterdienst am Donnerstag. Wer Abkühlung sucht, sollte allerdings ins Freibad gehen und nicht die vielen, sprudelnden Brunnen in Dresden nutzen, warnt die Stadtverwaltung und betont das gültige Betretungsverbot.

Weder die hygienischen Standards an die Wasserqualität noch die sicherheitstechnischen Anforderungen und baulichen Voraussetzungen seien für ein kurzes Bad im Brunnen gegeben, heißt es. Brunnenwasser werde in der Regel nur umgewälzt – also wieder und wieder verwendet und nicht oder kaum gefiltert. Nur Wasserverluste würden durch Frischwasser ausgeglichen.

"Deswegen ist die Wasserqualität potenziell deutlich schlechter als etwa in Frei- und Schwimmbädern. Es erfüllt nicht die Ansprüche an den Schutz der Gesundheit, insbesondere von Kindern und älteren Menschen. Die Keimbelastung kann also krankmachen." Das gelte auch für sogenannte Wasserspiele mit Bodenspringstrahlen auf der Hauptstraße, am Schlesischen Platz und an der Centrum-Galerie.

Abkühlung auf den Wasserspielplätzen der Stadt suchen

In den Wasserbecken besteht laut Stadt auch eine große Verletzungsgefahr, zum Beispiel durch Stahl-Überlaufkanten, Düsen und Scheinwerfer. Auch künstlerisch gestaltete Einbauteile, wie die Pusteblumen auf der Prager Straße, am Albert-Wolf-Platz oder die Schalen auf dem Dippoldiswalder Platz, könnten zu Verletzungen führen – "ganz abgesehen davon, dass Badende in den Springbrunnen Schäden an Technik, Einbauteilen und Gestaltungselementen verursachen können". Außerdem sei es auf den Beckenböden rutschig.

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Nicht nur die Dresdner Freibäder seien eine Alternative, um sich abzukühlen. Auch Wasserspielplätze, die mit Wasserpumpen ausgestattet sind, könnten genutzt werden. Solche kommunalen Wasserspielplätze befinden sich auf der Berliner Straße, der Böhmischen Straße, der Sebnitzer Straße, auf dem Besselplatz, in Altfriedersdorf/Mittelteichweg (Lausa im Norden von Dresden), in Altpieschen, auf der Eichendorffstraße/Columbusstraße, der Heinrich-Lange-Straße, der Lugaer Straße, der Magdeburger Straße, der Gehestraße und im Volksbadgarten auf dem Badweg.

Wer beim Bad im Brunnen erwischt wird, riskiert neben Verletzungen auch ein Bußgeld. Laut Polizeiverordnung ist dies nämlich verboten. (SZ)