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Die Sanierung der Dresdner Scheune verzögert sich

Eigentlich sollte es diesen Herbst losgehen. Trotz der Verschiebung wird der Betrieb schon bald in Container verlegt.

Die Scheune auf der Alaunstraße soll umgebaut werden. Der Start verzögert sich.
Die Scheune auf der Alaunstraße soll umgebaut werden. Der Start verzögert sich. © Christian Juppe

Dresden. Eigentlich sollte die Sanierung der Scheune noch in diesem Herbst beginnen. Doch daraus wird wohl nichts. Der Beginn der Umbauarbeiten des Traditionsclubs auf der Alaunstraße in der Dresdner Neustadt verschiebt sich.

Der Beginn der Bauarbeiten ist jetzt im dritten Quartal 2022 geplant, so das Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung auf SZ-Anfrage. Warum sich die Sanierung verschiebt, sagt die Stadt nicht. Das Gebäude werde entsprechend dem Raumprogramm des Scheune-Vereins umgebaut und erweitert. "Gleichzeitig werden die Haustechnik und der Brandschutz den aktuellen Erfordernissen angepasst." Das Ende des Umbaus ist nun für das Jahresende 2024 vorgesehen.

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Auch zu den Kosten für die Sanierung will sich die Stadt nicht äußern. "Die Planung wird aktuell noch mit dem Scheune e.V. im Detail abgestimmt. Zu den Kosten können wir uns erst äußern, wenn dieser Prozess abgeschlossen ist und das Bauprogramm endgültig feststeht", so das Amt.

Trotzdem Kulturveranstaltungen in der Schließzeit

Schon vor Herbst 2022 werden wohl die ersten Bautrupps anrücken. "Vom 15. bis 19. September feiern wir die Abrissparty, auch anlässlich des diesjährigen 70-jährigen Jubiläums der Scheune", erzählt Mitarbeiter Ben Zschorn. In jener Woche sollen verschiedene Bands und Akteure, die die letzten 70 Jahre mitgeprägt haben, auftreten.

Was könnte eine Interimsalternative sein, fragten sich die Mitarbeiter aus dem Scheune-Verein. "Mit Blick auf eine mögliche Umsetzbarkeit des Scheune-Programms und der Erreichbarkeit, Lärmproblematik, Barrierefreiheit und Betriebskosten blieb die Suche nach einem festen Interim erfolglos", so Scheune-Verein-Sprecher Stephan Zwerenz. So entstand die Idee eines Pop-Up-Interims auf dem Vorplatz.

Was anfänglich nur ein Luftschloss war, nahm schnell die Form eines Containerbaus an. Ende September oder Anfang Oktober soll es losgehen mit den Kulturveranstaltung darin. "Es wird auch ein wenig Gastronomie geben, aber wir verkaufen dort keinen Alkohol", so Zwerenz.

Der Containerbau soll ein Ort der Begegnung werden, inklusive einer kleinen Indoor-Spielstätte. Es soll Lesungen, Diskursveranstaltungen und kleinere Konzerte geben. Geplant ist, dass der Vorplatz der Öffentlichkeit zugänglich und bespielbar bleibt. Auch der Imbisswagen ist Teil des Konzeptes. Neben einem Bürocontainer für das Vorplatzmanagement ist auch ein Toilettencontainer mit einem barrierefreien WC vorgesehen, das im Rahmen der Öffnungszeiten des Container-Interims nutzbar sein wird, so der Scheune-Verein weiter.

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