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Dresden nimmt wieder Geflüchtete auf

Aus den Krisenherden der Welt müssen die Menschen fliehen. Aus diesen Ländern kamen sie.

Von Julia Vollmer
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Dresden bringt wieder neue Flüchtlinge in Heimen unter.
Dresden bringt wieder neue Flüchtlinge in Heimen unter. © Symbolbild: Swen Pförtner/dpa

Dresden. Die Lage in Afghanistan ist dramatisch. Nachdem die Taliban die Macht an sich gerissen haben, fürchten viele Menschen dort um ihr Leben. Auch im Irak ist die Lage unübersichtlich. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in das Land und befürchtet Unruhen nach den Wahlen vor Ort.

Wie viele Geflüchtete hat Dresden aufgenommen?

In der ersten Oktoberwoche wurden der Stadt Dresden zwölf Personen zugewiesen. "Die Geflüchteten stammen aus der Türkei, Palästina, Tunesien, Afghanistan und Syrien", so die Stadt auf SZ-Anfrage. In der vergangenen Woche waren es acht Personen, die aus der Türkei, Georgien und dem Libanon stammen. Im September kamen 22 Geflüchtete. Seit August 2021 wurden zehn afghanische Ortskräfte (mit Familie) in der Landeshauptstadt Dresden aufgenommen. Die Landesdirektion kann nur Zahlen für Sachsen insgesamt erfassen. "In Sachsen kamen in der letzten Woche 518 Asylsuchende an", so ein Sprecher.

Wie viele Plätze sind belegt in Dresden?

Mit Stand vom September 2021 sind 2.273 Personen in Unterkünften des Sozialamts untergebracht. Es gibt damit noch 232 freie Plätze. "Die Landeshauptstadt Dresden passt darüber hinaus stetig die zur Unterbringung geflüchteter Menschen benötigten Kapazitäten den prognostizierten Bedarfen an", so die Stadt. Die Kapazitäten würden damit bis auf Weiteres ausreichen.

Die Aufnahmeeinrichtung Dresden verfügt über 770 Plätze, von denen derzeit 730 belegt sind, das die Landesdirektion.

Wie lange die Kapazitäten ausreichen, lasse sich nicht seriös prognostizieren. Die Erhöhung der Kapazitäten der Aufnahmeeinrichtungen werde derzeit gemeinsam mit dem für Liegenschaften zuständigen Sächsischen Staatsministerium der Finanzen intensiv vorangetrieben. Wie dies genau geschehen wird, steht gegenwärtig noch nicht fest.

Da mehr Asylsuchende in Sachsen ankommen, als der Freistaat aufnehmen muss, wird ein Teil der hier ankommenden Menschen später in andere Bundesländer weitergeleitet. "Laut des sogenannten Königsteiner Schlüssels muss Sachsen rund fünf Prozent der in Deutschland ankommenden Flüchtlinge aufnehmen", so die Landesdirektion. Vor der Weiterleitung müssen die notwendigen Maßnahmen der Aufnahme, wie Registrierung und Gesundheitsuntersuchung, abgeschlossen sein. Dies nimmt in aller Regel etwa 14 Tage in Anspruch.