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Feuer auf Dresdner Industriebrache: Staatsschutz ermittelt

Das Feuer auf einem Industriegelände in Dresden-Großzchachwitz ist wieder aufgeflammt. Die Feuerwehr spricht von einer schwierigen Lage.

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62 Feuerwehrleute waren in der Nacht zum Sonntag in der Industriebrache im Einsatz. Seit Montag sind die Einsatzkräfte wieder vor Ort.
62 Feuerwehrleute waren in der Nacht zum Sonntag in der Industriebrache im Einsatz. Seit Montag sind die Einsatzkräfte wieder vor Ort. © Roland Halkasch

Dresden. Einen Tag nach einem Brand auf einem alten Industriegelände in Dresden ist die Feuerwehr am Montag erneut dorthin ausgerückt. Aus noch vorhandenen Dachresten seien erneut Feuer und Rauch gedrungen, teilte ein Sprecher mit. Wegen der Bauweise des Daches sei es schwierig, an alle Brandstellen zu gelangen. Das Technische Hilfswerk sollte das Dach öffnen, damit die Einsatzkräfte besser löschen können. Auf dem Gelände unweit des S-Bahnhofes Dresden-Zschachwitz hatten bereits in der Nacht zum Sonntag drei Gebäude gebrannt.

Vor dem Hintergrund, dass sich auf dem betroffenen Gelände eine ehemalige Außenstelle des Konzentrationslagers Flossenbürg befand, wurde der Staatschutz der Dresdner Polizei in die Ermittlungen einbezogen. Zunächst liege der Fokus darauf, die Brandursache zu klären. Ein Brandursachenermittler sei am Sonntag auf dem Gelände im Einsatz gewesen. Ein Ergebnis lag am Montagvormittag jedoch noch nicht vor.

Nach Angaben der Gedenkstätte Flossenbürg wurde das Außenlager Zschachwitz von Oktober 1944 bis April 1945 betrieben. Knapp 1.000 Gefangene hätten damals für die Mühlenbau und Industrie AG (MIAG) arbeiten und unter anderem Sturmgeschütze herstellen müssen. Mindestens 80 von ihnen seien gestorben. Die Gedenkstätte sei am Montag über das Feuer informiert worden, sagte Sprecher Julius Scharnetzky. Das ehemalige Außenlager sei allerdings nicht Teil der Gedenkstätte. (dpa)