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Corona-Demo auf dem Neumarkt in Dresden

Einige Hundert Anhänger der Initiative "Querdenken" haben am Sonntagnachmittag gegen den Umgang mit dem Coronavirus protestiert.

Anti-Corona-Demo auf dem Neumarkt: Vertreter der Querdenken-Initiative machten am Sonntagnachmittag mit ihrem Reisebus Halt in Dresden.
Anti-Corona-Demo auf dem Neumarkt: Vertreter der Querdenken-Initiative machten am Sonntagnachmittag mit ihrem Reisebus Halt in Dresden. © Marion Doering

Dresden. Am Sonntagnachmittag hallt Applaus über den Neumarkt. Dort haben sich einige Hundert Menschen versammelt. Sie stehen im Halbkreis um einen schwarzen Reisebus, der zugleich Bühne für die Covid19-Kritiker Bodo Schiffmann und Samuel Eckert ist.

Der HNO-Arzt Schiffmann aus Sinsheim bei Heidelberg in Baden-Württemberg tourt zusammen mit dem in der Schweiz lebenden Unternehmer Eckert einen Tag nach der umstrittenen Anti-Corona-Demonstration mit rund 20.000 Sympathisanten in Leipzig durch Sachsen. Zunächst machen sie mit ihrer "Info-Tour" Halt am Völkerschlachtdenkmal in Leipzig, für 15 Uhr haben er und sein Team der Initiative "Querdenken" eine Demo mit 500 Teilnehmern am Lutherdenkmal in der Dresdner Altstadt angemeldet. Das bestätigt die Polizeidirektion Dresden. 

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Die Polizei ist mit mehr als 20 Einsatzfahrzeugen vor Ort und sichert die Veranstaltung ab. Am Rande der Demonstration haben sich rund 30 Gegendemonstranten mit Schildern und Megaphonen versammelt. Sie versuchen, die Kundgebung der "Querdenker" zu stören und skandieren: "Wo sind eure Masken?" 

Die Polizei sichert die Demo auf dem Neumarkt ab.
Die Polizei sichert die Demo auf dem Neumarkt ab. © Marion Doering

Die Mehrheit der "Querdenker" tragen Mund-Nasen-Bedeckung. Verweigerer lassen die Beamten gewähren. "Ich trage die Maske, weil ich es muss, nicht weil ich es sinnvoll finde", sagt eine Demonstrantin. Die Hygienevorschriften findet sie "unlogisch", Leute, die die Existenz des Virus generell leugnen, kenne sie persönlich aber nicht. Den Begriff "Corona-Leugner" finde sie deshalb unpassend.

Kurz nach 16 Uhr beendet Bodo Schiffner seine Rede und die Zusammenkunft löst sich rasch auf. Der schwarze Bus rollt vom Neumarkt zur nächsten Station in Görlitz. Die Gegendemonstranten beschallen den Platz mit "Schrei nach Liebe" von den Ärzten. 

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