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Wolf reißt Alpaka in Dresden

Auch ein Schaf ist tot aufgefunden worden. Halter sollen ihre Tiere besser schützen.

Der Wolf hat sich in Dresden angesiedelt.
Der Wolf hat sich in Dresden angesiedelt. © Symbolfoto: dpa

Dresden. Immer wieder gibt es Wolfsrisse in Dresden. Nun wird auf SZ-Anfrage noch ein weiterer Fall offenbar. 

Am 3. September ist ein Alpaka von einem Wolf gerissen wurden. Am gleichen Tag ist auch ein Schaf gerissen wurden. Laut Karin Bernhardt vom Landesamt für Umwelt und Landwirtschaft ist in beiden Fälle der Wolf als Verursacher relativ sicher. Am 19. September wurden in Dresden vier tote Schafe gefunden, hier sei aber noch unsicher, ob sie Opfer des Wolfes geworden sind.

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Neben den Rissen wurde der Vierbeiner auch immer wieder gesehen in der Stadt. "In und um Dresden gab es dieses Jahr bisher 174 Hinweismeldungen", so Bernhardt. Dabei handelte es sich unter anderem um 28 Fotofallenaufnahmen und vier Sichtungen mit Fotobeweis.

Das Landesamt appellierte schon mehrfach an die Besitzer von Schafen, ihre Herden besser zu schützen. Die entsprechenden Zäune würden zu 100 Prozent gefördert und es gebe in ihrem Amt eine Herdenschutzberatung. Nutztiere seien für den Wolf leichtere Beute, wenn sie nicht ausreichend geschützt sind, als Wildtiere.

Der Naturschutzverband Nabu sieht in der ansteigenden Wolfspopulation ein Zeichen dafür, dass es auch für einst ausgerottete heimische Tierarten in der heutigen Kulturlandschaft genügend Lebensraum gibt. 

Wölfe würden keine menschenleere Wildnis benötigen, sondern Rückzugsräume für die Aufzucht ihrer Jungen sowie genügend Beute. Dass die Wolfspopulation deutschlandweit jährlich um ein Drittel anwächst, sei bei der hohen Wilddichte hierzulande üblich.

Bereits am 22. März diesen Jahres waren der Fachstelle Wolf zwei tote und ein vermisstes Schaf in Schönfeld-Weißig gemeldet worden. Sie führte noch am selben Tag eine Begutachtung durch. 

Die Herde bestand damals ursprünglich aus vier Tieren, drei weiblichen Schafen und einem Bock. Die Mindestschutzanforderungen seien nicht erfüllt gewesen.

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Im Oktober 2019  war bekanntgeworden, dass sich ein Wolfsrudel in der Dresdner Heide angesiedelt hat. Markus Biernath von Sachsenforst hatte den Standort konkretisiert, an dem die ausgewachsenen Tiere sowie vier Wolfswelpen gesichtet wurden. Das Rudel wurde zwischen dem Wiesenareal Hofewiese und dem Dachsenberg gesehen.

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