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Durchsuchung nach "Querdenken"-Demo

Ein Mann drohte am 13. März in Dresden, mit einer Waffe zurückzukehren. Er deutete an, auf Polizisten zu schießen. Nun konnte der Nicht-Dresdner identifiziert werden.

Die "Querdenken"-Demonstration am 13. März in Dresden eskalierte.
Die "Querdenken"-Demonstration am 13. März in Dresden eskalierte. ©  Sebastian Kahnert/dpa (Archiv)

Dresden. Bei der „Querdenken“-Demonstration am 13. März kündigt ein Teilnehmer vor laufender Kamera an, er werde das nächste Mal mit einer Waffe wiederkommen. „Und wenn ich zwei umschieße“, sagt er in Richtung der Polizisten. Zuvor war es zwischen Demonstranten und Polizisten auf dem Altmarkt zu Zusammenstößen gekommen. Das Video ist immer noch auf Twitter zu finden.

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Wie die Dresdner Polizei am Karfreitag mitteilte, habe man den Mann inzwischen ausfindig gemacht und seine Wohnung im Erzgebirgskreis durchsucht. Es handle sich um einen 55-jährigen Deutschen. Die Beamten sprechen von einem Tatverdächtigen, bei dem vorgeworfenen Vergehen um die Androhung einer Straftat. Ob sie Waffen in seiner Wohnung fanden, teilten die Ermittler nicht mit.

Polizei führt Gefährderansprache mit Tatverdächtigem

„Aufgrund der Aussagen erwirkte die Dresdner Polizei einen Durchsuchungsbeschluss und setzte ihn um“, heißt es in der Mitteilung. Mit Blick auf die nächsten bekannten Versammlungen, insbesondere am 17. April in Dresden, sei mit dem Mann gesprochen worden. Ihm seien die Konsequenzen aufgezeigt worden, sollte er bei zukünftigen Demonstrationen seine Ankündigung wahr machen. Gegen den 55-Jährigen werde weiterhin ermittelt.

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Bei der eigentlich verbotenen Demonstration der Querdenken-Bewegung am 13. März waren mehr als 1.800 Polizisten im Einsatz, um das Verbot durchzusetzen. Dies gelang den Beamten allerdings nicht. Es kam zu Zusammenstößen. Dabei wurden zwölf Polizisten verletzt, es gab 47 Straftaten. (SZ/sr)

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