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Großeinsatz am Flughafen Dresden: Mann mit Messer in S-Bahn überwältigt

Ein mit einem Messer bewaffneter Mann hat am Samstag einen Großeinsatz am S-Bahnhof des Dresdner Flughafens ausgelöst. Dem Einsatz vorausgegangen war eine Fahrkartenkontrolle.

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Ein Mann mit einem Messer randalierte am Samstag in einer S-Bahn und sorgte damit für einen Großeinsatz.
Ein Mann mit einem Messer randalierte am Samstag in einer S-Bahn und sorgte damit für einen Großeinsatz. © Bundespolizei

Dresden. Ein Mann mit einem Messer hat am Samstag für einen Großeinsatz am Dresdner Flughafen gesorgt. Das bestätigte ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Dresden auf Nachfrage von Sächsische.de. Kurz nach 10 Uhr waren Spezialkräfte zum Flughafen ausgerückt.

Dem Einsatz vorausgegangen war eine Fahrkartenkontrolle in der S2 auf der Strecke Hauptbahnhof Dresden in Richtung Flughafen Dresden. Der Mann war ohne gültigen Fahrschein unterwegs und weigerte sich, dem Zugpersonal seine Personalien auszuhändigen, wie die Bundespolizei am Nachmittag mitteilte.

47-Jähriger verbarrikadierte sich in S-Bahn-Toilette

Gegenüber hinzugerufenen Einsatzkräften der Bundespolizei wies sich der Mann an der S-Bahnhaltestelle Flughafen Dresden mit seinem ukrainischen Reisepass aus, weigerte sich der Mitteilung zufolge allerdings, aus der Bahn auszusteigen. Er sei zunehmend aggressiv geworden und habe die Beamten geschubst, außerdem habe er ein Messer gezogen, mit dem er in der S-Bahn randalierte. Er beschädigte unter anderem Sitze und eine Schalttafel.

Schließlich habe sich der 47-Jährige in der Toilette verbarrikadiert. Hinzugerufenen Kräften der Einsatzgruppe für lebensbedrohliche Einsatzlagen gelang es, die Tür zur Toilette zu öffnen und den Mann zu überwältigen.

26 Einsatzkräfte waren an dem Einsatz am S-Bahnhof des Flughafen Dresden beteiligt.
26 Einsatzkräfte waren an dem Einsatz am S-Bahnhof des Flughafen Dresden beteiligt. © xcitepress/Finn Becker

Gefahr für Dritte bestand den Angaben zufolge nicht. Sie hätten betroffenen Waggon verlassen können, hieß es. Aufgrund einer Verletzung am Fuß musste der 47-Jährige ärztlich behandelt werden. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verdachts auf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung und Sachbeschädigung eingeleitet. (SZ/hek/jv)