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Koettnitz: "Ich sehe in einer Vollsperrung des Blauen Wunders keinen wirklichen Sinn"

Acht Jahre könnte die Sanierung der Dresdner Brücke dauern. Trifft die Stadtverwaltung eine Schuld? Nein, sagt der einstige Straßenbau-Chef Reinhard Koettnitz.

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Ganz oben auf der historischen Brücke erklärte Reinhard Koettnitz im Frühjahr 2019, warum die Elbquerung dringend saniert werden muss.
Ganz oben auf der historischen Brücke erklärte Reinhard Koettnitz im Frühjahr 2019, warum die Elbquerung dringend saniert werden muss. ©  Archiv/René Meinig

Dresden. Dieser Mann kennt das Blaue Wunder aus dem Effeff. Bis zum Frühjahr 2019 hat Reinhard Koettnitz das Dresdner Straßen- und Tiefbauamt geleitet. Er hatte die Verantwortung für die Dresdner Brücken beim Hochwasser 2002 und erklärte danach, was die Elbeflut für das Blaue Wunder bedeutete. Die Standfestigkeit der Brücke hatte zwar nicht gelitten, war aber vorübergehend in Gefahr, weil die Gegengewichte in den Brückenkammern beiderseits der Elbe unter Wasser standen. Unter seiner Regie wurde die Waldschlößchenbrücke gebaut.

Koettnitz hatte auch die Verantwortung, als bis 2015 die ersten Sanierungsarbeiten am Blauen Wunder stattfanden. Und nun? Der frühere Amtsleiter arbeitet inzwischen nicht mehr für die Stadtverwaltung, die sich derzeit einiges anhören muss, weil die Sanierung des Blauen Wunder acht Jahr - also bis 2030 - dauern soll. Wie schätzt Koettnitz diesen Zeitplan ein? Hätte man ihn straffen können?

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