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Ignoriert den Ullersdorfer Platz nicht länger!

Meistgelesen: Ein Kommentar von Kay Haufe zur Verkehrssicherheit an einem der meistbefahrenen Plätze der Stadt.

SZ-Redakteurin Kay Haufe über das Ärgernis Ullerdorfer Platz.
SZ-Redakteurin Kay Haufe über das Ärgernis Ullerdorfer Platz. © Sven Ellger

Dresden. Was ist nicht schon alles über den Ullersdorfer Platz geschrieben worden. Eigentlich gab es nie etwas Positives zu berichten. Außer der Pflanzaktion der Bühlauer Bürgervertretung vielleicht, die dem runden, gepflasterten Bereich mit Sträuchern und ausgesäten Blumen etwas Charme verleihen wollten. Es ist nur in Ansätzen geglückt.

24.500 Fahrzeuge sind täglich auf dem Ullersdorfer Platz unterwegs. Rund 7.300 Fahrgäste kamen dort vor der Pandemie wochentags an, stiegen um, warteten. Heute sind die Zahlen etwas niedriger. Neben der Straßenbahnlinie 11, die momentan allerdings nur verkürzt bis zum Waldschlößchen fährt, halten dort die Buslinien 61, 84, 308 sowie 226, 228 und 229. Hunderte Schüler steigen aus und ein. Wenn die Schule zu Ende ist, bilden sich große Trauben junger Menschen, für die kein Platz auf den schmalen Bussteigen ist.

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Hinzu kommt, dass mehrere Buslinien in der Busschleife halten und Fahrgäste zu den Bus- oder Straßenbahnsteigen laufen müssen. Da muss schon ein junger, gesunder Mensch aufmerksam nach unten schauen, um auf dem groben Holperpflaster nicht zu stürzen. Mit Rollator ist der Weg eine Zumutung.

Größtes Problem der Autofahrer ist die Kreuzung zur Quohrener und Ullersdorfer Straße, an der es keine Ampel gibt. Linksbabbieger, die von der Quohrener auf die Bautzner Landstraße abbiegen wollen, warten im Berufsverkehr viele Minuten lang. Dazu zählt auch die Buslinie 61, die vom Fernsehturm kommt. Morgendliche Abschlüsse sind dank dieser Kreuzung oft nicht zu schaffen. Von der Sicherheit für Fahrradfahrer wollen wir hier gar nicht reden, Radwege sucht man vergebens.

All diese Fakten sind jahrzehntelang bekannt. Alles, was von der Stadt zu kam, waren Erklärungen, weshalb etwas nicht geht. Immer mit dem Verweis, dass später die Gleisschleife an der Rossendorfer Straße gebaut werde. Doch dieser Termin liegt noch mehrere Jahre in der Zukunft.

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Es kann nicht sein, dass der Zustand dieses Verkehrsknotenpunktes immer nur ignoriert wird. Mit Asphalt ließe sich der Untergrund begradigen und vielleicht auch auf ein Niveau bringen, mit dem barrierefreies Ein- und Aussteigen möglich ist. Ein einfacher Pavillon am jetzigen Standort der Wiese wäre für die Schüler denkbar. An den Begrenzungsmauern könnten ohne Weiteres Fahrradbügel angebracht werden. Verantwortliche im Stadtplanungs- und Straßen- und Tiefbauamt müssten sich nur eine Stunde im Berufsverkehr ansehen, was am Ullersdorfer Platz passiert. Das würde helfen, die Priorität nach ganz oben zu setzen. Da bin ich sicher.

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