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Dresdnerin träumt von Olympia

Der Kletter- und Bergsport ist nach dem Fußball die größte Disziplin in Dresden. Auch deshalb investiert die Stadt jetzt in den Nachwuchs.

© Symbolfoto: Frank Leonhardt/dpa

Von Annechristin Bonß

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Während die Wintersportler in Südkorea um olympische Medaillen kämpfen, planen Dresdens Klettersportler schon für die Spiele in zwei Jahren. Dann treten erstmals bei Sommerspielen Kletterer an. Der Kombinationswettbewerb aus Speed-Klettern, Lead-Klettern und Bouldern ist neu unter den olympischen Disziplinen. Je 20 Männer und Frauen hoffen auf einen Startplatz. Je einen davon darf wohl Deutschland besetzen. Auf den für die Frauen spekuliert Johanna Holfeld. Die 18-jährige Dresdnerin bereitet sich derzeit auf das Abitur vor. Bei internationalen Wettbewerben hat sie sich schon erfolgreich durchgesetzt.

Die Stadtverwaltung will die Dresdner Kletterer unterstützen. Auch in diesem Jahr stehen im Haushalt 35 000 Euro zur Förderung des Kletter- und Bergsports in Dresden zur Verfügung. Erstmals hatte es diese Summe 2017 gegeben. Die Grünen hatten sich für diese Förderung starkgemacht. Der Stadtrat war der Vorlage gefolgt. Davon sind 12 000 Euro pro Jahr für die Regionaltrainerstelle. Seit Januar teilen sich zwei Trainer die Stunden und kümmern sich um den Kletternachwuchs. Sie setzen sich unter anderem dafür ein, dass junge Kletterer an der Sportschule aufgenommen werden. Zudem bekommen die Sportler Zuschüsse von der Stadt für Fahrten zu Wettkämpfen und Trainingslagern.

Dresden soll nach München und Wien die drittgrößte Bergsportmetropole weltweit sein, sagt Grünen-Stadtrat Torsten Schulze. 18 000 aktive Kletterer und Bergsportler gibt es in der Stadt. Mehr Dresdner Sportler gibt es nur in den Fußballvereinen. Deshalb hat die Stadt das Klettern auch als eine von 13 Schwerpunktsportarten aufgenommen. Das macht es einfacher, wenn über Fördermittel oder neue Trainingsstätten diskutiert wird.