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Ein Hauch von Hollywood

Bei den Kinderbibeltagen stand in diesem Jahr ein Filmdreh auf dem Programm. Zu Gast war ein bekannter Regisseur.

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© André Braun

Von Helene Krause

Roßwein/Etzdorf. Dreißig Kinder im Alter von sieben bis 12 Jahren stehen um einen großen Tisch herum. Sie schneiden Bilder aus einem DIN A4-großen Blatt aus und kleben sie in ein Heft, das sogenannte Drehbuch, ein. Dieses werden sie später mit nach Hause nehmen und sich daran erinnern, was sie bei den diesjährigen Kinderbibeltagen im Etzdorfer Pfarrhaus gemacht haben. Die dreitägige Veranstaltung fand zum sechsten Mal statt. In diesem Jahr hat Gemeindereferentin Angelika Schaffrin das Thema „Steven Spielfilm und das Geheimnis des roten Fadens“ aus einer Reihe von Vorlagen ausgewählt. „Die Vorlage war auf sieben Tage zugeschnitten“, erklärt sie. „Wir haben aber nur drei Tage. Deshalb haben wir das Thema auf unsere Verhältnisse zurecht gestutzt. Das Thema der Vorlage ist von Harry Voß, einem Religionspädagogen, der die Schlunzgeschichten geschrieben hat“ so die Gemeindereferentin weiter.

Es geht um Steven Spielfilm, einen Filmemacher à la Hollywood. Er möchte gern den renommierten Filmpreis „Goldener Star“ erhalten. Dafür sucht er nach einem geeigneten Thema. Er entscheidet sich, den roten Faden der Geschichte Gottes mit den Menschen zu verfilmen. Zur Seite stehen ihm Produzent Oskar van der Rolle und seine Assistentin Heidi Klappe. Gemeinsam mit den Kindern der Kinderbibelwoche gehen die drei daran, den Film zu produzieren. Gemeindereferentin Angelika Schaffrin ist in die Rolle von Filmemacher Steven Spielfilm geschlüpft.

Arbeit in kleinen Gruppen

In drei kleinen Gruppen haben sich die Teilnehmer unterschiedliche Geschichten in der Bibel angesehen. Während es am Donnerstag um das Alte Testament ging, wurde an einem anderen Tag das Neue Testament mit dem Leben Jesu unter die Lupe genommen. Dazu sah sich die erste Gruppe die Schöpfungsgeschichte an. Die Kinder machten Bilder, die sie in den Film einarbeiteten. Die zweite Gruppe analysierte den Sündenfall. Sie dachten sich drei kleine Geschichten dazu aus, spielten und drehten sie. Im Blick stand dabei immer, was die biblischen Geschichten uns heute noch zu sagen haben. Beim Sündenfall schiebt Adam die Schuld auf Eva und die schiebt sie auf die Schlange. Auch heute noch will keiner es gewesen sein. Einer schiebt die Schuld dem anderen in die Schuhe. Und es geht um die Fragen, was erlaubt und was verboten ist.

Die dritte Gruppe beschäftigte sich mit der Geschichte von Noah und der Flut. Nach den Figuren bastelten sie Stabpuppen und spielten die Handlung nach. „Viele Geschichten, die in der Bibel stehen, können heute mit anderen Personen geschehen“, sagt Angelika Schaffrin. „Die Bibel gibt Hoffnung über den Tod hinaus.“ Beim Familiengottesdienst am Sonntag stellten die Kinder der Gemeinde das Ergebnis der Kinderbibeltage vor. Sie halfen mit, den Gottesdienst vorzubereiten und zu gestalten.