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Ein lauschiger Sommertag

Das Wochenende hatte für Sonnenhungrige genau das richtige Wetter parat. Viele zog es ans und aufs Wasser.

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© André Braun

Von Natasha G. Allner

Region Döbeln. Was für ein lauschiger Tag! Bei 23 Grad Celsius Lufttemperatur, einer Regenwahrscheinlichkeit von Null Prozent, strahlend blauem Himmel und einer leichten Brise kamen am Sonnabend die ersten Sommergefühle auf. Wer nicht arbeiten musste und die Wetterlage nutzen wollte, war im Freien unterwegs. In den Döbelner Klostergärten, am kleinen Wehr im Wappenhenschpark oder in der Nähe des Sport- und Freizeitzentrums Welwel tummelten sich Sonnensüchtige. Im Altkreis waren zig Motorrad- und Fahrradfahrertruppen unterwegs, auch Wandergruppen traf man an. Vor der Gaststätte „Muldentalklause“ in Westewitz rauschten Kanuten durch die Wellen. Gegenüber hatten es sich auch drei junge Leute aus Döbeln bequem gemacht. Mit Decken, Ball und Badmintonschlägern ausgerüstet ließen es sich Dimitri Seifert, Nancy Viehrig und Steven Hennig gutgehen. „Wir genießen das Wochenende und die Sonne.“

Am Sonnabend legte der 69-jährige Chemnitzer Helmut Teßmer rund 80 Kilometer im Muldental mit dem Rad zurück. Dabei besuchte er unter anderem auch das Kloster Buch.
Am Sonnabend legte der 69-jährige Chemnitzer Helmut Teßmer rund 80 Kilometer im Muldental mit dem Rad zurück. Dabei besuchte er unter anderem auch das Kloster Buch. © André Braun
Arbeitseinsatz und die Sonne an die Haut lassen, standen auch in der Gartengruppe „Am Weinberg“ in Roßwein auf dem Plan. Herbert Frenzel freute sich über seine Tulpen und das Erwachen der Natur.
Arbeitseinsatz und die Sonne an die Haut lassen, standen auch in der Gartengruppe „Am Weinberg“ in Roßwein auf dem Plan. Herbert Frenzel freute sich über seine Tulpen und das Erwachen der Natur. © André Braun

Die Freisitze der Restaurants und Gaststätten waren meist gut gefüllt und Leisnigs Schützenhaus kredenzte seinen Gästen frischen Beelitzer Spargel. Hier waren Luca und Mischa mit Rucksäcken inklusive Badesachen auf dem Weg ins Leisniger Freibad. Sie hatten aufgeschnappt, dass es am Sonnabend öffnen sollte. Im vergangenen Jahr waren sie fast jeden Tag im Bad und wollten das nun fortsetzen. Doch das Bad blieb zu. Die beiden 13-jährigen Leisniger ließen sich davon aber die Laune nicht verderben: „Wir warten jetzt noch ein wenig ab, vielleicht eine halbe Stunde, kann ja sein, dass noch etwas passiert.“ Bis dahin wollten die Jungs noch ein herum schlendern. Für später planten sie, einen Döner zu essen und sich mit einem Kumpel zu treffen. Sollten alle Stränge reißen, würden sie zum Sportplatz gehen, wo einer der Väter Fußball spielt. Ihr trotz allem positives Resümee: „Ein absolut schöner Tag.“

Rund 80 Kilometer auf dem Fahrrad

Einen solchen erlebte auch Helmut Teßmer. Der rüstige Senior machte gerade einen Zwischenstopp in Klosterbuch. Am Morgen war der 69-Jährige in Chemnitz mit der Bahn gestartet und bis Burgstädt gefahren, hatte dort aufs Fahrrad umgesattelt und seine Tour durch das Muldental begonnen. Am Ende des Fahrradtrips stand der Döbelner Hauptbahnhof als Ziel an. Von dort ging die Reise wieder zurück nach Chemnitz. Rund 80 Kilometer hatte Teßmer per Fahrrad  hinter sich gebracht und die Tour genossen.

„Ich fahre regelmäßig, am Wochenende größere Touren, unter der Woche spontan kleinere. Die Strecke hier bin ich so oft gefahren, dass ich keine Karte mehr brauche. Es ist eine sehr schöne Gegend. Ich fahre hier wirklich gern. Das Wetter ist natürlich eine Wucht, auch wenn sich der Wind zeitweilig störend bemerkbar machte“, betonte der Chemnitzer. Das Kloster Buch habe er schon oft besucht, genau wie die Stadt Leisnig. Weitere Ziele, die er ab und an ansteuere, sind Colditz und die Wechselburg. Mehr als ein Hobby sei das Radfahren aber nicht, auch wenn er die Touren seit 20 Jahren intensiviert habe: „Es macht einfach Spaß und es ist kein Stress dabei.“ Damit auch eine Panne nicht zum Stressfaktor wird, hat Helmut Teßmer neben ausreichend Getränken und einer wetterfesten Jacke auch Werkzeug zum Schlauflicken einstecken. „Das bisher schlimmste Erlebnis war eine Reifenpanne“, sagt der Rentner schmunzelnd.

Unterdessen wurde in der Gartengruppe „Am Weinberg“ in Roßwein das prima Wetter genutzt, um „klar Schiff“ zu machen. Ein Arbeitseinsatz sorgte dafür, dass der Festplatz inklusive der kleinen Buden wieder in Ordnung kamen. Herbert Frenzhel, der hier seit 1978 eine kleine Parzelle bewirtschaftet, freute sich besonders über die Blütenpracht seiner Tulpen: „Endlich sorgen die vergangenen warmen Tage dafür, dass alles sprießt und grünt. Auch die Erdbeeren kommen jetzt richtig raus und auch die Sachen, die ich gesteckt habe.“