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Radeberg

Ein Orden für den Feuerwehrchef

Wachaus Ortswehrleiter wird für sein Engagement geehrt. Der Vorschlag kam vom Bürgermeister. 

Dominik Thamsen wurde für seine Verdienste mit dem Steckkreuz in Silber ausgezeichnet.
Dominik Thamsen wurde für seine Verdienste mit dem Steckkreuz in Silber ausgezeichnet. © René Plaul

Eine Einladung des Sächsischen Innenministeriums holt man nicht alle Tage aus dem Briefkasten. Entsprechend groß war die Überraschung, als Wachaus Ortswehrleiter Dominik Thamsen eine eben solche darin gefunden hat. Es war die Einladung zum 7. Sächsischen Feuerwehrball, bei dem verdiente Kameraden geehrt werden. 

„Die Einladung des Innenministeriums hat mich schon sehr überrascht. Damit habe ich nicht gerechnet“, sagt Thamsen. Auch wenn die Einladung noch nicht bedeutet, dass man auch ausgezeichnet wird, war die Freude groß. Schließlich konnte er so einen schönen Abend mit seiner Frau im Ballhaus Watzke in Dresden verbringen. Ohne eine verständnisvolle Familie sei das Engagement in der Feuerwehr nicht zu stemmen, sagt Thamsen. Schließlich muss er auch dann los, wenn zu Hause gerade Gäste da sind oder gefeiert wird. Weil auch seine Ehefrau in der Feuerwehr aktiv sei, müssten manchmal auch die Großeltern einspringen und auf die Kinder aufpassen. 

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Der Abend in Dresden wurde aber noch schöner. „Als ich meinen Namen gehört habe, war ich hin und weg“, sagt er. Schließlich handelt es sich bei dem Ehrenkreuz in Silber, das Thamsen an diesem Abend verliehen wurde, um die zweithöchste Auszeichnung für Feuerwehrleute in Sachsen. Sie wird vergeben für besondere Verdienste um die Entwicklung des Brandschutzes oder für besonders mutiges und entschlossenes Verhalten bei der Bekämpfung von Bränden sowie sonstigen Notständen im Freistaat Sachsen.

Thamsen hat sich neben der alltäglichen Arbeit in der Feuerwehr gemeinsam mit der Gemeinde dafür eingesetzt, dass Kameraden, die im Einsatz verunfallen, keine Einbußen mehr bei der Entgeltfortzahlung haben. Denn das könne nicht sein, so Thamsen. In anderen Bundesländern sei das schon seit Jahren abgestellt. Nun hat auch Sachsen nachgezogen und nach den sechs Wochen, in denen der Arbeitgeber die Entgeltfortzahlung übernimmt, springt die Unfallkasse Sachsen ein.

Vorgeschlagen für die Auszeichnung wurde Thamsen von Bürgermeister Veit Künzelmann und wurde dann über den Landkreis an das Innenministerium weitergeleitet. Das hat entschieden.

Dominik Thamsen ist Wachauer und hat 1996 die Jugendfeuerwehr mit gegründet. Drei Jahre später ist er in den aktiven Dienst gewechselt und seit 2016 Wachaus Ortswehrleiter.