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Ein Platz fürs Picknick

Das Areal der ehemaligen Tuchfabrik an der Spree wurde für rund eine Million Euro neu gestaltet. Und es gibt schon weitere Ideen.

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© Carmen Schumann

Von Carmen Schumann

Bautzen. Der Rasen ist nun recht gut angewachsen auf der Fläche neben dem neuen Parkplatz unterhalb der Alten Wasserkunst. Dessen Stellflächen werden schon seit einigen Wochen rege genutzt. Nun konnte auch der Rastplatz mit Tischen, Bänken, Fahrradanlehnbügeln und einem wunderbaren Blick über die Spree bis hin zur Friedensbrücke zur Benutzung freigegeben werden.

Bei der Einweihung am Dienstag erinnerte Bau-Bürgermeisterin Juliane Naumann an die wechselvolle Geschichte der alten Tuchfabrik, auf deren Gelände sich das neu gestaltete Ensemble befindet. Errichtet im 16. Jahrhundert als Große Mühle, zeugte im 19. Jahrhundert die Tuchfabrik vom wirtschaftlichen Aufschwung der Gründerzeit. Zu DDR-Zeiten befand sich hier ein Rechenzentrum. In den 90er-Jahren versuchte ein Verein, das Gebäude für kulturelle Aktivitäten zu nutzen. Das Hochwasser vom August 2010 machte jedoch alle Hoffnungen auf eine weitere Nutzung des Gebäudes zunichte. Es blieb nur noch der Abriss. Wie Sebastian Fritze von der Landestalsperrenverwaltung sagte, stellte man bei den Abrissarbeiten fest, dass die Tuchfabrik zehn Meter in das Abflussprofil der Spree hineinragte – wohl auch ein Grund dafür, dass die Fluten damals so dramatische Folgen hatten. 2014 konnte das Fabrikgebäude dann abgerissen werden. Allein der Abriss kostete 213 000 Euro. Für die darauffolgenden Sicherungsarbeiten wurden noch einmal 236 000 Euro fällig. Zusammen mit dem Ausbau des Parkplatzes und der Mühlstraße verschlang das Projekt insgesamt fast eine Million Euro.

Dietmar Stange, Vorsitzender des Tourismusvereins, freute sich, dass mit dem Picknickplatz ein neues touristisches Kleinod geschaffen wurde. Er denkt nun schon weiter und wünscht sich, dass es bald einen durchgehenden Wander- und Radweg geben möge, der entlang des Spree-Ufers führt und Grubschütz und den Stausee miteinander verbindet. Eine weitere Idee, die der Lauentürmer Andreas Thronicker bei einer Stadtratssitzung geäußert hatte, soll demnächst umgesetzt werden. Er wünschte sich ein Stadtwappen an der Parkplatzmauer. Wie André Wucht vom Stadtmarketing sagte, sollen dort bis zum Bautzener Frühling sogar alle Wappen der Bautzener Partnerstädte angebracht werden.