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Ein Rathaus voller Kunst

Über 40 Künstler präsentieren sich zum Kunstmarkt 2018 in Pirna. Das Interesse der Gäste ist enorm, Kleinigkeiten sind der Renner.

Von Thomas Möckel
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Alrun Eger (r.) interessierte sich für die Engel von Künstlerin Brigitta M. Arnold aus Dohna.
Alrun Eger (r.) interessierte sich für die Engel von Künstlerin Brigitta M. Arnold aus Dohna. © Marko Förster

Die Engel sind äußerst begehrt. Brigitta M. Arnold, Vorsitzende des Kunstvereins „Sächsische Schweiz“, hat sie gefertigt. Die Figuren bestehen aus Treibholz und Draht. Den größten, fast 40 Zentimeter hoch, hat sie aus einem Stück Eichenholz geformt, das sie in der Wesenitz fand, die anderen Exemplare sind etwas kleiner. 15 dieser geflügelten Wesen hat sie mitgebracht, nahezu alle sind verkauft. Doch eigentlich sind die Engel nur eine Nebenbei-Spielerei. Die Künstlerin hat sich hauptsächlich der Malerei verschrieben.

Brigitta M. Arnold ist einer von über 40 Künstlern, die sich am Wochenende zum Kunstmarkt im Pirnaer Rathaus präsentierten. Die Verkaufsausstellung regionaler Kunstschaffender findet als Teil des Canalettomarktes statt. In diesem Jahr ist es schon die sechste Auflage. „Der Markt hat sich vom ersten Jahr an weit herumgesprochen und mittlerweile als wichtige Plattform für die Künstler etabliert“, sagt die Chefin des Kunstvereins.

Schwarz-Weiß-Fotografie präsentierte Gabriele Seitz aus Radebeul. Auf dem Foto ist Charlotte Loßnitzer, Tanzpädagogin zu sehen.
Schwarz-Weiß-Fotografie präsentierte Gabriele Seitz aus Radebeul. Auf dem Foto ist Charlotte Loßnitzer, Tanzpädagogin zu sehen. © Marko Förster

Rathaus-Foyer und großer Ratssaal sind voll mit Kunst. Das Angebot reicht von Porzellanfiguren über Bilder bis hin zu Schmuck und Puppen. Unablässig wogt der Gästestrom hinein, unter ihnen sind viele Dresdner und Kunstliebhaber aus Tschechien. Gefragt sind meist Kleinigkeiten, wie Schmuck, handgemalte Glückwunschkarten und andere Mitbringsel. Und die Menschen wandeln an den Werken vorbei wie in einer großen Galerie.

Alrun Krauß, von Anfang an beim Kunstmarkt dabei, hat ihre weißen Porzellanfiguren gleich neben dem Eingang zum Ratssaal aufgebaut, den speziellen Rohstoff dafür bezieht sie aus Frankreich. „Mir reicht es oft schon, wenn die Leute die Arbeiten anschauen“, sagt sie, „so dicht bekommt man ja die Menschen sonst nicht an die Kunst heran.“

Alrun Krauß aus Dresden mit ihrem Kunstwerk 
Alrun Krauß aus Dresden mit ihrem Kunstwerk  © Marko Förster