Merken

Eine Feier um den Ring

Der Verein „Tradition und Zukunft Zittau“ meldet sich mit einer spektakulären Idee zurück – die ganz viel Feuer hat.

Teilen
Folgen
© Thomas Eichler

Von Thomas Mielke

Zittau. Das Stadtbad wird am Abend des 13. Augusts leuchten – genau wie viele andere Orte rings um den Ring. Für diesen Tag bereitet federführend der Verein „Tradition und Zukunft“ ein neues Fest für Zittau mit dem Namen „Ring on Feier – Festival des Lichts“ vor. Die denglische Bezeichnung lehnt sich an das Lied „Ring of Fire“ – zu deutsch „Ring aus Feuer“ – von Johnny Cash aus dem Jahr 1963 an – hat aber eine andere Bedeutung. Während die Country-Legende über die Liebe sang, geht es den Organisatoren um Stefanie Kast, Stefan Egg, Ronny Hausmann und Johann Middents um eine Feier rund um den Stadtring und damit getreu der Vereinsvorhaben um die Belebung der Innenstadt. „Ziel soll sein, den Ring in neuem Licht erstrahlen zu lassen und die Leute in Bewegung zu bekommen“, sagt Hausmann, der zum neuen Vereinsvorstand zählt. Man wolle die Wahrnehmung des Rings als Straße hin zu den grünen Parkanlagen und der dort beheimateten Kultur lenken, ergänzt Stefanie Kast.

Weit über 30 Stationen sollen an dem Abend Gäste zu einer oder gleich mehreren Spazierrunden locken. „Es wird viele, viele Sinneseindrücke geben, ob für die Augen, die Ohren oder den Gaumen“, verspricht Hausmann. Eine zentrale Säule der Veranstaltung ist die Beleuchtung. So werden zum Beispiel 20 bis 30 Bäume angestrahlt, darunter die uralte Platane an der Krokus-Wiese, zählt Stefan Egg auf. Die Volkshochschule, das Gymnasium, die Fleischerbastei werden illuminiert und gegenüber des Hochschulcampus‘ sollen sechs Leuchttürme Blicke anziehen. Die Wiese neben dem Spielplatz hinter der Feuerwehr wird in das Licht einer großen Disco-Kugel getaucht. Am Spielplatz neben der Volkshochschule wird eine Art Märchenwald aus Schwarzlicht und hellen Stoffen entstehen. Unter anderem am Ottokarplatz und vor der Post werden Flammen in Feuerschalen lodern oder offene Feuer für eine anheimelnde Atmosphäre sorgen. In der Nähe der Weberkirche ist eine Feuerinstallation geplant.

Die zweite Säule von „Ring on Feier“ ist die Kunst. Auf der Hauptbühne – auf der Wiese zwischen Aral-Tankstelle und Breitestraße – werden Bands spielen, auf den anderen beiden DJs auflegen. Zudem können sich an allen anderen Standorten des Fests Kleinkünstler schaffen und präsentieren.

Die dritte Säule ist die Gastronomie. Mehr als zehn Wirte haben bereits zugesagt, beim Fest Essen und Trinken zu verkaufen. Sie sind ab 18 Uhr für die Gäste da. Wenn es dann dunkel wird, soll ein Drachen den Beginn der Licht- und Feuerzeit einläuten. Er besteht aus einem Feuerspucker, der Trommelgruppe der Hillerschen Villa und allen Zittauer Kindern, die Lust auf einen Lampion-Umzug haben. Überall, wo der Drache vorbeikommt, werden die Feuer entzündet und gehen die Lichter an.

Entstanden ist die Idee zu „Ring on Feier“ bei den Leuten der Fleischbänke-Initiative, die zum Teil beim TuZZ mitmachen. Der Verein hat den Hut auf, wird aber von vielen anderen unterstützt. Wer noch mitmachen will, ist herzlich eingeladen, sagt Johann Middents. Egal, ob als Gastronom, Künstler oder als Organisator. Oder Sponsor und Spender, denn derzeit muss der TuZZ „mit einem ganz schmalen Taler“ planen, wie Stefan Egg sagt. Auch mit weiteren Ideen können sich die Zittauer einbringen. Warum nicht einen Geiger auf dem mit Fackeln erleuchteten Kreuzkirchen-Friedhof spielen lassen, fragt Middents.