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Elch Ole ist verschwunden

Die Ortungstechnik funktioniert zwar. Aber es fehlt an Personal, um den Standort zu ermitteln.

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© Arvid Müller

Von Matthias Klaus

Görlitz. Wo ist Elch Ole geblieben? Wandert er weiter Richtung Ostpolen, oder kommt er gar zurück Richtung Neiße, um doch noch in der Oberlausitz oder in Brandenburg sein Liebesglück zu finden? Diese Fragen hat sich Biologe und Elch-Experte Michael Striese in den vergangenen Tagen auch schon gestellt. „Aber leider kann ich sie nicht beantworten“, bedauert er. Die Technik, die das Tier per Satellit orten und seinen Weg nachvollziehen kann, funktioniere zwar. Aber es mangelt an Personal, um sie zu bedienen. Der Grund: Strieses Kollege, der die Auswertung der Elch-Route nachvollzieht, ist krank. Wann er sich wieder auf Oles Spuren begeben kann – noch ungewiss. „Ich gehe davon aus, dass sich der Elch inzwischen weiterbewegt hat, in welche Richtung auch immer“, sagt Michael Striese.

Der dreijährige Jungbulle Ole war im April aus Polen durch die Neiße bei Rothenburg gestapft und zuletzt bei Klingewalde gesichtet worden. Danach hatte er sich, so meldeten es die Ortungsdaten, Anfang des Monats wieder Richtung Polen aufgemacht. Berühmt wurde er als „Büroelch“, als er in einem Haus in Dresden feststeckte.