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Entspannung rund ums Imprägnierwerk

Anwohner und Betrieb werten den Tag der offen Tür als Erfolg. Doch es gibt noch immer kritische Stimmen.

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© Archiv/Lutz Weidler

Wülknitz. Fast zwei Monate nach dem Tag der offenen Tür im Wülknitzer Imprägnierwerk seien viele Anwohner zufrieden. „Im Moment ist der Zustand brauchbar“, so Detlef Wagner, Sprecher des jüngsten Anwohnerprotestes gegen das Werk. Wagner hatte im März eine Unterschriftenliste an die Umweltbehörden übergeben, auf der Hunderte Anlieger ihre Stimme gegen die Lärm- und Geruchsbelastung durch das Imprägnierwerk erhoben hatten. Der Betrieb reagierte mit dem Tag der offenen Tür.

Werkschef Oliver Arlt wertet die Aktion als nützlich für beide Seiten. Es hätten Vorbehalte geklärt und Verständnis für den Betrieb erreicht werden können. „Andererseits hat die Diskussion auch unsere Mitarbeiter sensibilisiert“, so Arlt. Seine Firma habe seither Störquellen beseitigt: Ein Gebläse zur Späne-Absaugung sei baulich abgeschirmt worden, an einem Bagger habe man das Lagerspiel am Ausleger beseitigt. Neben weiteren Maßnahmen werde auch ein geruchsärmeres Imprägnieröl erprobt.

Allerdings bleibt mancher skeptisch. Ein Nachbar, der anonym bleiben möchte, sagt er „traue dem Frieden nicht“ und erwarte im Sommer wieder Gestank. (ewe)