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Erfolgsgeschichte Sportpark

Die Halle wurde vor zehn Jahren eröffnet und hat Dipps zur Länderspielstadt gemacht. Was jetzt noch kommt.

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© Egbert Kamprath

Von Franz Herz

Dippoldiswalde. Die Kleinstadt Dippoldiswalde hat eine Sporteinrichtung, wie sie auch wesentlich größeren Städten gut zu Gesicht stehen würde. Heute vor zehn Jahren wurde der neue Sportpark Dippoldiswalde offiziell eröffnet. Für seinen Bau sind die Stadt und der Landkreis über ihre Schatten gesprungen. Beide hatten Turnhallenbaupläne, die Stadt für eine Zweifeldhalle, der Landkreis für eine Dreifeldhalle am Gymnasium. Dann haben sie sich zusammengetan und eine Vierfeldhalle errichtet, die günstiger ist, als es die beiden getrennten Hallen geworden wären. Die Sportler haben dort mehr Möglichkeiten, und die Bewirtschaftung ist einfacher, wie Klaus Kaiser sagt. Er ist Geschäftsführer der Weißeritztal-Erlebnisgesellschaft, welche die Halle betreibt.

Was alles im Sportpark möglich ist

Für das Behindertensportfest sind die Bedingungen im Sportpark günstig.
Für das Behindertensportfest sind die Bedingungen im Sportpark günstig.
Die Dippoldiswalder Handballer spielen ihr VW-Audi-Turnier im Sportpark Dippoldiswalde.
Die Dippoldiswalder Handballer spielen ihr VW-Audi-Turnier im Sportpark Dippoldiswalde.
Die deutsche Mannschaft gewinnt 2009 ihr Länderspiel gegen Tschechien in Dipps mit 3:1-Sätzen.
Die deutsche Mannschaft gewinnt 2009 ihr Länderspiel gegen Tschechien in Dipps mit 3:1-Sätzen.
Sportparkkoordinator Bernd Wehner freute sich 2012 über die gelungene SZ-Sportlergala.
Sportparkkoordinator Bernd Wehner freute sich 2012 über die gelungene SZ-Sportlergala.
Die Dippserin Kathrin Mühlbach steht bei der Tischtennis-Landesmeisterschaft 2015 an der Platte.
Die Dippserin Kathrin Mühlbach steht bei der Tischtennis-Landesmeisterschaft 2015 an der Platte.
Regelmäßig veranstaltet der TSV Seifersdorf sein Voltigierturnier mit Holzpferden vor vielen Zuschauern.
Regelmäßig veranstaltet der TSV Seifersdorf sein Voltigierturnier mit Holzpferden vor vielen Zuschauern.

Als Sportpark Dippoldiswalde wurde der Komplex inzwischen weit über das Osterzgebirge hinaus bekannt. Am 24. Februar 2006 ist er offiziell eröffnet worden. Dieses Jubiläum ist für Kaiser auch Anlass, Mittwochnachmittag mit den Vereinen, die die Halle nutzen, eine Feier zu veranstalten. „Das wird nicht so groß, es ist ja kein 50-Jähriges“, sagt er bescheiden.

Für die nächsten Jahre hat er sich zum Ziel gesetzt, weiterhin hochkarätige Sportveranstaltungen nach Dippoldiswalde zu holen. Das zieht Zuschauer in die Stadt und macht Dippoldiswalde weit herum bekannt. „Wir wollen auch die Qualität unserer Arbeit im Sportpark insgesamt halten“, sagt der Geschäftsführer. Die erstklassige Sportstätte hat Dippoldiswalde zur Bundesliga- und Länderspielstadt gemacht. Das Volleyball-Damenteam des SSV Dresden hat bereits für 17 Bundesligaspiele Dippoldiswalde der Landeshauptstadt vorgezogen, wie der Dippser Werner Irmscher informiert. Er hat die Geschichte des Sportparks einmal zusammengefasst. Dabei weist er auch auf die Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft der Volleyballdamen gegen Tschechien und die Dominikanische Republik hin. Diese brachten Dippoldiswalde und seine guten Sportbedingungen international ins Gespräch.

Aber nicht nur die Volleyballdamen schätzen die Qualitäten des Sportparks. Der Postsportverein Dippoldiswalde hat hier die sächsischen Meisterschaften im Tischtennis organisiert. Das Finale der Frauen im sächsischen Hallenfußball fand ebenfalls in Dippoldiswalde statt, wie Irmscher weiter berichtet. Mit Zusatztribünen fasst der Sportpark bis zu 1 200 Zuschauer.

Der lokale Sport in der Stadt wäre ohne Sportpark nicht mehr vorstellbar. Hier traf sich die Sportwelt des Landkreises zur Sportlergala der Sächsischen Zeitung und des Kreissportbundes. Hier steigt das VW-Audi-Turnier der Handballer. Selbst der Reitsport hat hier eine Heimat gefunden. Es kommen keine Pferde in die Halle, aber der TSV Seifersdorf veranstaltet regelmäßig sein Voltigierturnier auf Holzpferden. Klaus Kaiser weist darauf hin, dass es Mitarbeiter waren, die mit Engagement den Sportpark zu dem Magneten gemacht haben, der er heute ist. Er nennt Jürgen Schmieder und Bernd Wehner. Schmieder hat den Sportpark geleitet. 2011 ist er überraschend verstorben. Bernd Wehner hat die Arbeit im Sportpark bis zu seinem Ruhestand 2014 koordiniert. Ehrenamtlich ist er dort immer noch anzutreffen.