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Erweiterter Barkhausen-Bau der Uni ist fertig

Das neue Forschungszentrum bietet 300 Wissenschaftlern Platz. Die Kosten wurden zum Großteil von der EU gefördert.

© René Meinig

Von Gerrit Menk

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Ingenieurkammer sucht Geschäftsführer

Ab sofort bietet die Interessenvertretung der sächsischen Ingenieure in Dresden eine Nachfolge in der Position als Geschäftsführer an.

Fast genau drei Jahren nach dem Spatenstich wurde am vergangenen Freitag der runderneuerte Barkhausen-Bau der Technischen Universität Dresden (TU) feierlich übergeben. Bezogen wird er vom Center for Advancing Electronics Dresden (CfAED). Dieses beschäftigt sich mit der Entwicklung neuartiger Lösungen zur Übertragung und Verarbeitung von Informationen. Unter anderem durch die Förderung dieses Zentrums hatte die TU den Status „Exzellenzuniversität“ erlangt.

„Auf rund 5 000 Quadratmetern Nutzfläche werden 300 Wissenschaftler aus 30 Ländern forschen“, sagt TU-Rektor Hans Müller-Steinhagen. „Der neue Anbau spiegelt die Verbindung zwischen Tradition und zukunftsweisender Technik wider.“ So müssten manchmal historische Strukturen aufgebrochen werden, damit neue Wege beschritten werden können.

Das denkmalgeschützte Gebäude wurde in den 1950er Jahren errichtet. Sanierung, angrenzender Neubau und die Erweiterung um zwei Stockwerke haben insgesamt 36,5 Millionen Euro gekostet. Das Gros davon wurde vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) getragen. Der Landesanteil beläuft sich auf 1,4 Millionen Euro.

„Eine der größten baulichen Herausforderungen bestand im Aufbau der Elektronenmikroskope“, sagt der sächsische Finanzminister Matthias Haß (CDU). Diese müssten nämlich in schwingungsarmen Räumen aufgestellt werden. „Die Räume wurden daher mit Beton in 18 Metern Tiefe verankert.“ Auch die Sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) sprach von einem gelungenen Bauvorhaben. „Die Verbindung zwischen dem historischen und dem Neubau sucht bautechnisch ihresgleichen.“