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Etwas mehr Zulauf bei Pegida

Zwischen 2 500 und 3 000 Anhänger kam diesmal auf den Dresdner Postplatz. Viel Neues hörten sie nicht.

Dresden. Die Anhänger von Pegida haben am Montagabend wieder in Dresden demonstriert. Bei der Kundgebung auf dem Postplatz sprach diesmal unter anderem Renate Sandvoß. Nach eigenen Angaben arbeitete sie für mehrere Printmagazine und war mehr als zehn Jahre an der Seite von Ralph Morgenstern in der ZDF-Sendung „Kaffeeklatsch“ zu sehen. Heute ist Sandvoß für das Internetportal „Journalistenwatch“ tätig.

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Wie bei Pegida üblich, kritisierte Sandvoß die Asylpolitik der Bundesregierung und polemisierte gegen Flüchtlinge. Einen Beleg für die von ihr aufgestellten Behauptungen blieb allerdings auch sie schuldig. Dem Publikum war es egal. Die Pegida-Anhänger riefen wie gewohnt „Volksverräter“ und „Merkel muss weg“. Auch sonst war bei der Kundgebung nicht viel Neues zu hören. Neben Sandvoß sprachen Siegfried Däbritz vom Orga-Team sowie ein gewisser Horst Sparwasser. Pegida-Chef Lutz Bachmann war nicht anwesend. Laut Aussage von Däbritz war Bachmanns Facebook-Seite am Montag gesperrt worden. Inzwischen ist der Pegida-Mitbegründer mit einer neuen Seite wieder im sozialen Netzwerk präsent.

Nach Angaben der Gruppe „Durchgezählt“ mobilisierte Pegida diesmal zwischen 2 500 und 3 000 Anhänger. Damit hatte die populistische Bewegung etwas mehr Zulauf als vor einer Woche, als 2 100 bis 2 700 Menschen auf den Altmarkt kamen. Wie in der Vorwoche gab es auch diesmal wieder eine Demonstration gegen Pegida, an der sich laut „Durchgezählt“ zwischen 175 und 200 Menschen beteiligten. Die Polizei war unter anderem mit einer Reiterstaffel vor Ort, um beide Lager auseinander zu halten. Insgesamt blieb die Lage friedlich.

In der nächsten Woche will sich Pegida auf dem Neumarkt versammeln. Als Redner angekündigt ist Jürgen Elsässer, der Chefredakteuer des Magazins „Compact“ ist. Dieses bietetvorrangig Anhängern von rechtspopulistischen, antiamerikanischen und verschwörungstheoretischen Positionen ein Forum. Elsässer selbst werden antisemitische Äußerungen vorgeworfen, wogegen er sich gerichtlich wehrt. (szo)