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EU-Kommission genehmigt Beihilfen für Telemedizin in Sachsen

Die EU-Kommission hat staatliche Zuschüsse für die Einrichtung einer Plattform für telemedizinische Dienste in Ostsachsen genehmigt.

Brüssel/Dresden. Mit der Genehmigung von Fördermitteln für ein Telemedizinprojekt in Ostsachsen hat die EU-Kommission erstmals grünes Licht für staatliche Beihilfen in diesem Bereich gegeben. Wie die Kommission am Mittwoch in Brüssel mitteilte, solle mit dem Projekt die Behandlung von Menschen in ländlichen Regionen ermöglicht werden, auch wenn Arzt und Patient nicht an einem Ort sein können.

Der Freistaat will den Angaben zufolge über fünf Jahre insgesamt zehn Millionen Euro dafür bereitstellen. 80 Prozent davon sollen über den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) finanziert werden, der Rest aus Landesmitteln.

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„Dieser erste Beihilfebeschluss der Kommission in diesem Bereich kann als Beispiel für künftige Projekte dienen“, erklärte EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia. „Das Telemedizinprojekt in Sachsen wird den Zugang zu medizinischen Dienstleistungen für Bürger in abgelegenen Gebieten verbessern, ohne den Wettbewerb übermäßig zu verfälschen.“

Hinter dem Projekt stehen die Carus Consilium Sachsen GmbH, ein Tochterunternehmen des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus an der TU Dresden, und T-Systems International, eine Tochtergesellschaft der Telekom.

In der Telemedizin sehen Experten eine Lösung für die Probleme bei der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum: Da nicht überall Fachärzte eingesetzt werden können, sollen Mediziner aus der Ferne helfen. Spezialisten können beispielsweise von Landärzten per Videokonferenz bei der Diagnose zu Rate gezogen werden. (dpa)