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Deutschland & Welt

Niederlande: Zigaretten im Einheitspack

Langweilige, braun grüne Packungen mit Markennamen: Die Niederlande vereinheitlichen Zigarettenschachteln. Das soll vom Rauchen abhalten.

In mehreren europäischen Ländern sind einheitliche Zigarettenschachteln Standard.
In mehreren europäischen Ländern sind einheitliche Zigarettenschachteln Standard. © Rof Haid/dpa

Den Haag. Zigaretten dürfen seit diesem Donnerstag (1. Oktober) in den Niederlanden nur noch in langweiligen Einheitsverpackungen verkauft werden. Auf den Verpackungen in einem unattraktiven Braun-Grün dürfen nur noch der Markenname und die Art der Zigaretten in vorgegebener Schrift stehen. 

Darüber hinaus sind die üblichen Warnungen vor den gesundheitlichen Folgen des Rauchens zu sehen. Händler dürfen ihre alten Bestände noch ein Jahr weiter verkaufen, aber Neuware darf nur noch in der Einheitsverpackung angeboten werden.

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Raucherzonen ins Museum

Die Verpackungen gibt es nach Angaben der niederländischen Regierung in anderen Ländern schon länger, darunter in Belgien, Frankreich, Großbritannien und Norwegen. Dort hätten sie dazu beigetragen, vom Rauchen abzuschrecken.

Gesundheits-Staatssekretär Paul Blokhuis sagte, in den Niederlanden würden immer noch jeden Tag 75 Jugendliche unter 18 Jahren mit dem Rauchen anfangen. «Offenbar ist da etwas, was sie trotz aller Gesundheitsrisiken und Warnungen am Rauchen attraktiv finden.» Deshalb seien weitere Maßnahmen nötig.

Seit Donnerstag darf auch auf niederländischen Bahnsteigen nicht mehr geraucht werden. Einige Schilder mit der Aufschrift "Raucherzone" seien nun ins Niederländische Eisenbahnmuseum gewandert, berichteten die niederländischen Fernsehnachrichten. (SZ+)

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