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Familienzentrum benötigt Hilfe

Der Stolpener Gogelmosch-Verein schreibt rote Zahlen. Aufgeben kommt aber nicht infrage.

Von Anja Weber
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Elke Scholz und Bernd Meischner vom Organisationsteam des Repair-Café haben immer alle Hände voll zu tun. Das ist aber nur ein Angebot im Stolpener Gogelmosch-Haus.
Elke Scholz und Bernd Meischner vom Organisationsteam des Repair-Café haben immer alle Hände voll zu tun. Das ist aber nur ein Angebot im Stolpener Gogelmosch-Haus. © Archivfoto: Steffen Unger

Vor etwa fünf Jahren ist das Team vom Gogelmosch-Verein angetreten, für die Menschen von Stolpen und Umgebung neue Angebote zu schaffen. Das Familien-, Beratungs- und Begegnungszentrum Gogelmosch-Haus vereint nicht nur junge und ältere Besucher, mit den Vorträgen und Seminaren, Ferienprogrammen und ähnlichem bieten sie eine breite Palette an.

Da stehen Krabbelkurse im Terminkalender ebenso wie Hilfe zur Selbsthilfe, zum Beispiel zur Handhabung von Computern, Smartphones oder das Reparatur-Café. Beliebt sind auch die Sprach- und Sportkurse. „Mittlerweile haben sich viele Ideen etabliert und es kommen täglich durchschnittlich 70 Besucher zu unseren Vereinsangeboten ins Haus“, sagt Heike Gestring vom Vorstand des Gogelmosch-Vereins. Gemeinsam mit ihrem Mann hatte sie die ehemalige Bildungsstätte am Schafbergblick gekauft und sanieren lassen, mit dem Ziel, einiges für die Bewohner der Stadt Stolpen und des Umlandes zu bewegen. Doch nach fünf Jahren Betrieb seien einige Dinge zu reparieren, die Heizung zu warten und anderes mehr. „Uns helfen viele Menschen. Jedoch nicht alles kann ehrenamtlich gestemmt werden“, sagt Heike Gestring.

Um an Geld zu kommen, durchforstet sie fast täglich Förderprogramme und stellt Anträge für große und kleine Projekte. Darüber hinaus arbeitet das Haus mit Praktikanten und Bundesfreiwilligen. Doch nun scheint der Verein finanziell an seine Grenzen zu kommen. Im vergangenen Jahr habe man ein Minus von etwa 6 000 Euro geschrieben und das, obwohl der Vermieter nur zwei Euro pro Quadratmeter monatlich an Kaltmiete berechnet.

Aufgeben will das Team vom Gogelmosch-Haus nicht. Sie hoffen aber auf Unterstützung. Mit einem Schreiben hat sich der Vorstand nun an die Stadtverwaltung und die Stadträte von Stolpen gewendet. Sie bitten in dem Brief darum, die Arbeit des Vereins und damit die generationsübergreifende Arbeit zu unterstützen. Um die Angebote im Haus aufrecht zu halten und erweitern zu können, würden sie einen Zuschuss in Höhe von 4 000 Euro benötigen, um vor allem für die laufenden Betriebskosten, wie zum Beispiel Wartungs- und Wasser- und Reinigungskosten. Über die zusätzliche Ausgabe müsste letztlich der Stadtrat entscheiden. Besprochen wurde das Thema in der jüngsten Sitzung noch nicht. Im Gogelmosch-Haus kreiert man unterdessen weitere Ideen, um an Einnahmen zu kommen. Dazu gehören unter anderem Kochkurse als Angebot für Firmenweihnachtsfeiern zwischen zehn und 20 Personen. Von 16 bis 20 Uhr wird gekocht und gegessen, danach kann die Feier bis 22 Uhr ausklingen.

Darüber hinaus bietet die Gogelmosch-Küche täglich frisch zubereitete Speisen an, nicht nur für den Kindergarten, sondern auch für Mittagskunden von außen. Und natürlich ist das Gogelmosch-Team auch weiter dabei, Spenden- und Fördermittelquellen zu finden.

Informationen unter www.gogelmosch-haus.de