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Fasziniert vom Bernsteinzimmer

Auch Leonardo Da Vinci lockt Besucher in die Zeitenströmung. Die Ausstellungen laufen gut an.

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© Norbert Neumann

Zufrieden zeigen sich die Veranstalter mit dem Start der beiden Ausstellungen, die seit Sonnabend zu sehen sind. In der Zeitenströmung an der Königsbrücker Straße locken bis Ende Juli „Da Vinci: Seine Bilder – Sein Leben – Seine Maschinen“ und „Faszination und Mythos Bernsteinzimmer“ Besucher. Am ersten Wochenende kamen mehrere Hundert und bestaunten unter anderem das Bernsteinzimmer als Mini-Modell. Schmuck, Schatullen, Spiegel und viele weitere Gegenstände, die mit Bernstein verziert oder komplett aus dem seltenen Material gefertigt sind, werden gezeigt. Ebenso geht es um die Geschichte des legendären Bernsteinzimmers und sein Verschwinden, aber auch andere Sammlungen aus dem Stein, die während des Zweiten Weltkriegs verschollen sind. Dieser Mythos scheint auch Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) gepackt zu haben. Er ist Schirmherr der Ausstellung. Ein Bernsteinschleifer zeigt seine Arbeit, bei ihm können Besucher auch eigene Sachen reparieren lassen.

Ganz anders, aber nicht weniger spektakulär geht es bei der Parallel-Ausstellung zu. Maschinen von Leonardo Da Vinci wurden für diese nachgebaut. Besucher können kurbeln, drehen und vieles mehr. Die vielfältige Forschung des Genies wird gezeigt und wie seine Erkenntnisse noch heute in Medizin und Wissenschaft genutzt werden. Der erste Taucheranzug, in den Druckluft gepresst wurde, damit die Taucher unter Wasser mit Sauerstoff versorgt werden, stammt von Da Vinci. Eine Nachbildung ist in der Ausstellung zu sehen. „Da Vinci hat auch die Kugel optimiert“, erklärt Kurator Hanno Buerhop. „Damit hat er den ersten Golfball geschaffen. Das wissen viele nicht, ist aber tatsächlich so.“ Natürlich fehlt auch eine Kopie der „Mona Lisa“ nicht unter den Bildern des Malers, die gezeigt werden. Die SZ präsentiert die beiden spannenden Ausstellungen. (SZ)