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Fernsehturm hat gute Bausubstanz

Die FDP macht Druck beim Thema Wiedereröffnung. Auch der Denkmalschutzstatus des Turmes ist jetzt geklärt.

© Youssef Safwan

Es ist eines der derzeitigen Lieblingsthemen der FDP/FB-Fraktion im Dresdner Stadtrat: der Fernsehturm und seine mögliche Wiedereröffnung für Besucher. Um Investoren zu gewinnen, müssten die wissen, wie der Bauzustand und der Denkmalschutzstatus des Turmes ist, sagt FDP-Stadtrat Jens Genschmar. Das sei auch nötig, um die Kosten für die Sanierung zu ermitteln. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hat ihm darauf geantwortet.

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Der Fernsehturm wurde am 23. April 1991 vom damaligen Institutes für Denkmalpflege, dem heutigen Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, unter Denkmalschutz gestellt. Das beinhalte den gesamten „Turm mit Ausstattung und Eingangshalle einschließlich Terrasse als neues Wahrzeichen der Stadt charakterisierter Bau, mit seinen konstruktiven und technischen Parametern Bau und Technik, geschichtlich bedeutend, eines der größten Bauwerke dieser Art in Deutschland“, heißt es in der Antwort des OB.

Die Bausubstanz des Turmes sei in gutem und gepflegtem Zustand. Gelände und Gebäude würden überwacht und baulich gegen Einbruch gesichert. Brennbare, für den Betrieb als Fernmeldeeinrichtung nicht benötigte Ausstattungsteile wurden bei Brandschutzmaßnahmen in den Jahren ab 2007 entfernt, heißt es in der Antwort. Die letzte Begutachtung des Objektes durch die untere Denkmalschutzbehörde habe am 12. Oktober des Vorjahres stattgefunden, schreibt Hilbert weiter. Die FDP/FB-Fraktion will im September einen Antrag in den Stadtrat einbringen, wonach der OB beauftragt wird, herauszufinden, unter welchen Bedingungen die Telekom einer Turmwiedereröffnung zustimmen würde und wie ein künftiges Betreibermodell aussehen könnte.

Fraktionschef Holger Zastrow (FDP) gab sich kürzlich optimistisch, dass die Telekom gesprächsbereit sei. Laut einer Machbarkeitsstudie kostet die einfache Sanierung mit Café sowie Besucherplattform rund 15,5 Millionen Euro. (SZ/kh mit rah)