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Zehn Verletzte bei Brand in Dresden

In einer Erdgeschosswohnung ist in der Nacht ein Feuer ausgebrochen. Dabei wurden auch drei Kinder verletzt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Beim Eintreffen der Feuerwehr hatte sich der Brand bereits auf das erste Obergeschoss ausgebreitet.
Beim Eintreffen der Feuerwehr hatte sich der Brand bereits auf das erste Obergeschoss ausgebreitet. © Roland Halkasch

Dresden. Bei einem Wohnhausbrand im Stadtteil Omsewitz sind in der Nacht zum Freitag zehn Menschen verletzt worden. Das Feuer sei in einer Erdgeschosswohnung ausgebrochen und hätte sich bis zum Eintreffen der Feuerwehr bereits auf das erste Obergeschoss ausgebreitet, teilte die Polizei am Freitagmorgen mit.

Bei der Feuerwehr ging der Brandalarm um 0.23 Uhr ein. Dabei bekamen die Brandschützer mitgeteilt, dass sich bereits mehrere Personen auf den Balkons ihrer Wohnungen stehen und um Hilfe rufen. Als die Feuerwehr vor Ort auf der Sanddornstraße ankam, schlugen die Flammen schon meterhoch aus einer Wohnung im Erdgeschoss des Mehrfamilienhauses. Außerdem griffen sie auf eine weitere Wohnung über.

Die Polizei evakuierte alle Bewohner der benachbarten Hauseingänge. Sie kamen vorübergehend in einem Bus unter, den die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) bereitgestellt hatten. Parallel dazu brachte die Feuerwehr die Menschen in Sicherheit, die in der Hausnummer mit der Brandwohnung leben. Insgesamt mussten 40 Personen das Gebäude verlassen. Zehn davon, darunter auch ein fünfjähriges Kind sowie zwei Kinder im Alter von neun Jahren mussten wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftungen in Dresdner Krankenhäuser gebracht werden. Damit es dabei nicht zu Zeitverzögerungen kommt, hat die Feuerwehr zuvor die Alarmstufe für den Einsatz auf "Massenanfall von Verletzten" erhöht.

Die Brandschützer rückten gegen die Flammen mit Wasser aus drei Strahlrohren vor. Dabei trugen sie Atemschutzgeräte. Nachdem das Feuer gelöscht war, mussten alle Wohnungen auf giftige Gase überprüft werden. Die Hitze hatte außerdem eine Wasserleitung im Keller des Hauses bersten lassen. Wasser stand im Keller, die Feuerwehr musste ihn leerpumpen.

Alle Wohnungen der betroffenen Hausnummer sind derzeit unbewohnbar, teilte Feuerwehrsprecher Michael Klahre mit. Die Bewohner seien unter anderem bei Freunden und Verwandten untergekommen. Mehrere Haustiere aus den betroffenen Wohnungen haben vorübergehend einen Platz im Tierheim bekommen. (SZ/csp, mit dpa)

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