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Filmreife Verfolgungsjagd

Die Polizei will in Gröditz den VW-Transporter zweier junger Männer kontrollieren. Doch die haben andere Pläne.

Symbolbild. © dpa

Gröditz. Die Verfolgungsjagd, die Beamte des Riesaer Polizeireviers am Sonnabend gegen 20.30 Uhr in Gröditz erlebten, war fast schon filmreif. Dabei begann alles ganz harmlos. Die Polizisten wollten im Zuge einer allgemeinen Verkehrskontrolle einen roten VW-Transporter auf der Hauptstraße anhalten.

 Der Fahrer des Wagens bremste aber nicht ab, sondern beschleunigte auf Höhe des Rewe-Marktes und fuhr mit hoher Geschwindigkeit davon. Über mehrere Nebenstraßen gelangte er schließlich auf die B 169 und lenkte den roten VW-Transporter in Richtung Prösen.

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Obwohl die Beamten die Verfolgung aufnahmen und den Fahrer wiederholt zum Anhalten aufforderten, gab der nicht auf und steuerte seinen Wagen über Prösen und Stroga bis nach Zabeltitz. 

Erst auf einem Waldweg bei Görzig endete die mehr als 25 Kilometer lange Verfolgungsjagd, weil sich der rote VW-Transporter im Boden festgefahren hatte. Für die zwei Insassen des Fahrzeugs aber kein Grund zum Aufgeben – sie setzten die Flucht kurzerhand zu Fuß fort.

Die Polizei brachte daraufhin einen Fährtenhund zum Einsatz, der den Spuren der Flüchtenden bis nach Pulsen folgte. Dort trafen die Beamten dann auch zwei junge Männer an, auf die die Beschreibung der Fahrzeuginsassen passte.

 Die 21 Jahre und 15 Jahre alten Deutschen stammen aus dem Umfeld des Halters. Ihre wilde Fahrt wird indes wohl Konsequenzen haben. Gegen die beiden wird nun wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt. (SZ/ksh)